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Deutsche Webseite des Tourismusverbandes der Normandie

 

Renaturierung der Bucht des Mont-Saint-Michels

 

Der 1869 angelegte Straßendamm trägt zur Verlandung der Bucht bei. Deshalb wurde ein ambitioniertes Renaturierungsprojekt ins Leben gerufen.

 

Hinweis:
Während der gesamten Renaturierungsarbeiten der Bucht vom Mont-Saint-Michel ist der Zugang zum Glaubensberg selbst und zur Abtei gewährleistet.


Das Renaturierungs-Projekt:

Der 1869 angelegte Straßendamm, der den Glaubensberg mit dem Festland verbindet, trägt maßgeblich zu der Verlandung der Bucht bei. Durch die Straße und den angegliederten Parkplatz wird die Zirkulation des Wassers in der Bucht gebremst und macht es somit unmöglich, dass der Glaubensberg stetig mit Wasser umspült wird.

1995 wurde ein ambitioniertes Renaturierungsprojekt ins Leben gerufen, um den maritimen Charakter des Mont-Saint-Michels auch für nachfolgende Generationen zu bewahren.

Im Winter 2005/2006 begannen die vorbereitenden Maßnahmen, um den Prozess der Renaturierung der Bucht einzuleiten. Gemäß dem Zeitplan soll das Projekt 2015 abgeschlossen sein.

Der erste Schritt war die Errichtung einer Stauanlage am Fluss Couesnon. Diese Etappe wurde 2009 abgeschlossen. Die Stauanlage dient ebenfalls als Aussichtsplattform auf die Bucht und den Glaubensberg. Seit der Eröffnung hat sich die Plattform zu einem neuen Besuchermagneten und beliebten Fotostopp entwickelt. Neben dem Ausblick auf den Glaubensberg und die Bucht, kann man auch Einblicke in die Funktionsweise der Anlage erhalten – besonders interessant bei auflaufendem Wasser. Die Stauanlage wird zur Entsandung der Bucht maßgeblich beitragen, da die Sandpartikel mit hohem Druck zurück ins Meer geschwemmt werden. Experten gehen davon aus, dass innerhalb von zehn Jahren 80 Prozent der Sedimente allein durch die hydraulische Kraft des Flusses aus der Bucht geschwemmt werden. Langfristig wird sich somit der Wasserstand in der Bucht um rund 70 Zentimeter erhöhen. Infolgedessen wäre der „Mont“ wieder eine richtige Insel. Übrigens wurde die Stauanlage bereits mit dem französischen Ingenieurspreis „Grand Prix National de l’Ingénierie 2010“ ausgezeichnet.

Zukünftige Bucht des Mont-Saint-Michels

Neue Anfahrt seit dem 3. Juni 2013:

Seit dem 28. April 2012 befinden sich die Pkw- und die Busparkplätze in 2,5 Kilometer Entfernung vom Berg auf dem Festland. Auf diese Weise verschwindet endlich die "Blechlawine" vor dem Glaubensberg, die viele als störend empfunden haben. Zusammen mit den neuen Service- und Informationseinrichtungen bildet der Parkplatz den neuen Ausgangspunkt für die Erkundung des Glaubensberges.

Seit dem 3. Juni 2013 bringen Sie folgende Transportmittel vom Parkplatz zum Mont-Saint-Michel:

- Pendelbus "Le Passeur"
(im Parkplatzpreis inbegriffen)

- Pferdekutsche "La Maringote"
(kostenpflichtig)

Alternativ können Sie auch zu Fuß zum Mont-Saint-Michel laufen. Planen Sie eine gute halbe Stunde für die Strecke von ca. 2,5 Kilometern zwischen dem neuen Parkplatz und dem Glaubensberg ein.

Mehr Infos zu der neuen Anfahrt des Mont-Saint-Michels und den Preisen auf Englisch unter:
www.accueilmontsaintmichel.com

Die neue Brücke:

Ab 2014 sind Festland und Glaubensberg dann durch die neue Brücke miteinander ver­bunden. Der Zugang besteht künftig aus drei Teilen: einem neuen einen Kilometer langen Damm, einer daran anschließenden Brücke und einer kleinen Furt, die direkt in das Dorf führt. Damit ist der ganzjährige Zugang zum Mont-Saint-Michel, abgesehen von wenigen Stunden pro Jahr in denen der Gezeiten­koeffizient größer als 110 ist, gewährleistet. Die Verbindungsbauten wurden so konzipiert, dass sie sich optimal in die Umgebung ein­fügen, ohne störend zu wirken. Sowohl der Damm als auch die Brücke haben für Fuß­gänger ausreichend Platz.

Die Inbetriebnahme ist für das zweite Quartal 2014 vorgesehen. Anschließend soll der alte Damm aus dem 19. Jahrhundert abgerissen werden. Dies wird ein symbolischer Akt für das Be­enden der Arbeiten und die Wiederherstellung des maritimen Charakters des Mont-Saint-Michel werden. Als definitives Ende der Arbei­ten ist das Jahr 2015 anberaumt.