Architektur

Aufgrund ihrer zahlreichen Bauwerke ist die Normandie ein wichtiges architektonisches Zentrum in Frankreich, das zahlreiche Architekturinteressierte anzieht.

Ecole architecturale normande

Durch die Gründung der Architekturschule der Normandie wurde der Romanische Stil von religiösen Bauwerken verfeinert. Angrenzende Regionen wurden von diesem Stil ebenfalls beeinflusst. In der Normandie sind die Kathedralen von Rouen, Evreux, Sées, Coutances und die Abtei des Mont-Saint-Michels Zeugnisse dieser Architekturrichtung.

Durch die Gründung der Architekturschule der Normandie wurde der Romanische Stil von religiösen Bauwerken verfeinert.

Die Romanik

(11. bis 15. Jahrhundert)

Im 15. Jahrhundert nutzten die meisten Architekten das Tonnengewölbe und erschufen einen neuen Baustil. Zu Beginn des 12. Jahrhunderts, mit dem Bau der Kathedrale von Durham, wurde erstmals ein spitzbogiges Fenster eingesetzt. Die normannische Schule ist gekennzeichnet durch ihre klaren Linien, gewagte Proportionen, ebenso wie sparsame Verzierungen und gilt somit als Vorreiter der Gotik. Dies ist unter anderem im Kirchenschiff der Abtei des Mont-Saint-Michels, der Kirche Saint Nicolas von Caen, der Kathedrale von Bayeux sowie den Klöstern von Lessay und Cerisy la Forêt ersichtlich.

Die Gotik

(12. bis 15. Jahrhundert)

Die Gotik ist, ohne Zweifel, der Baustil der Kathedralen und Sinnbild der Gottverbundenheit der Bevölkerung und des großen Wohlstandes der Städte. Die Kathedrale von Lisieux, der Turm Saint Romain der Kathedrale von Rouen und der Kirchenturm der Kathedrale Notre-Dame de Caudebec-en-Caux sind nur einige Vertreter. Die einfache Bauweise wurde im Laufe der Jahre immer wichtiger. Der Justizpalast in Rouen verdeutlicht sehr anschaulich den Übergang von der Gotik zur Renaissance.

Die Renaissance

(16. Jahrhundert)

Die Renaissance entfaltet ihre ganze Schönheit vor allem Häuslichen. Die neuen Motive sind ganz im italienischen Stile gehalten und wurden durch Georges I d`Amboise, Erzbischof von Mécène und Rouen, eingeführt. Die neuen Motive umfassen: Arabesken, Laubwerk, Medaillons und muschelartige Formen. Sehenswert ist das Hôtel Bourgtheroulde in Rouen, das Hôtel Escoville in Caen und das Schloss "Château d'O".

Die Renaissance entfaltet ihre ganze Schönheit vor allem Häuslichen.

Der Klassizismus

(17. bis 18. Jahrhundert)

Zu Beginn des 18. Jahrhunderts setzte sich die französische Kunst in ihrer Einfachheit gegenüber anderen Stilrichtungen durch. Man übernahm für Gebäude die kostengünstigere Ziegelbauweise. Mit ihren gleichmäßigen Konturen wurde nun mehr Wert auf die Einheit des Gesamterscheinungsbildes gelegt. Das Schloss von Balleroy ist ein gutes Beispiel hierfür.

Zu Beginn des 18. Jahrhunderts setzte sich die französische Kunst in ihrer Einfachheit gegenüber anderen Stilrichtungen durch.
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