Steckbrief der Normandie

In Frankreichs Nordwesten, am Ärmelkanal und nur eine gute Stunde von Paris entfernt gelegen, erwartet Sie die Normandie mit ihrem authentischen Charakter und normannischer Herzlichkeit! Über 600 Kilometer atemberaubende Küstenlandschaften mit klingenden Namen wie „Alabaster-“, „Blumen-“ oder „Perlmuttküste“ und die wilde Halbinsel Cotentin laden sowohl zum Entspannen am Strand, als auch zu sportlicher Aktivität ein. Die stärksten Gezeiten Europas erleben Sie am Mont Saint-Michel, der wohl bekanntesten Sehenswürdigkeit der Normandie. Das Hinterland können Sie mit dem Fahrrad hervorragend erkunden, und dabei vielleicht ihr Herz an eine (oder mehrere!) der vielen Abteien, Schlösser und Burgen der Normandie verlieren. Besuchen Sie Rouen, Le Havre oder Caen und lassen Sie sich von den Normannen selbst die schönsten Ecken der normannischen Städte zeigen! Und vergessen Sie nicht, es sich bei einem Besuch in der Normandie gut schmecken zu lassen bei Camembert, Calvados, Cidre und Co! Egal, ob Sie interessiert sind an Kultur und Geschichte, auf der Suche nach gastronomischen Leckerbissen oder dem nächsten Aktivurlaub, oder wenn Sie die Sehnsucht nach der Natur packt - die Normandie heißt Sie willkommen!

Absolut sehenswert

Die Top 10 der wichtigsten Sehenswürdigkeiten

1. Mont-Saint-Michel * (UNESCO Weltkulturerbe)

2. Der Garten von Claude Monet in Giverny

3. Rouen, die Stadt des Impressionismus

4. Küstenorte Deauville & Trouville

5. Das Nationalgestüt Haras du Pin

6. Die Kreidefelsen von Etretat

7. Die Abtei Le Bec Hellouin

8. Caen, die Stadt Wilhelm des Eroberers

9. Der Kurort Bagnoles de l'Orne mit der Belle-Époque-Architektur

10. Die charmant-raue Hafenstadt Granville

* Im Jahr 2015 wurde das große Renaturierungsprojekt am Mont-Saint-Michel abgeschlossen. Die drohende Versandung des berühmten Klosterbergs wurde verhindert, der Mont-Saint-Michel wird seitdem regelmäßig wieder zur Insel. Immer dann, wenn der Gezeitenkoeffizient 110 übersteigt, ist der Mont-Saint-Michel für eine gute Dreiviertelstunde von Wasser umgeben - ein wahrhaft magisches Erlebnis! Mehr Informationen zu den hohen Fluten am Mont-Saint-Michel finden Sie hier.

Strand oder Radfahren?

Klima und Reisezeit

Der Golfstrom beschert der Normandie ein mildes Ozean-Klima. Im August liegt die Durchschnittstemperatur bei 16,8 Grad. Die Jahresdurchschnittstemperatur pendelt zwischen 10 und 12 Grad. In der Region gibt es das Sprichwort: "In der Normandie gibt es mehrmals täglich gutes Wetter." Grund hierfür ist der Wind von der See, der Regenwolken auch schnell wieder wegpustet. Grundsätzlich ist das Klima mild und feucht. Im Winter gibt es für gewöhnlich nur wenige Frosttage und nur sehr selten Schnee.

Schon die Frühlingsmonate April und Mai eignen sich für eine Reise in die Region, denn das ist die Zeit der Apfelblüte. Diese wird Anfang bis Mitte Juni von der zart-blauen Flachsblüte abgelöst - ein malerisches, jedoch kurzes Phänomen von nur circa 15 Tagen.Die Monate Juni bis August eignen sich hervorragend für einen Strandurlaub - ob zu zweit oder mit der Familie, Spaß ist garantiert. Die Herbstmonate September und Oktober sind die Zeit der Apfelernte und der Apfelfeste. Frühling und Herbst eignen sich perfekt zum Wandern & Radfahren. Ab Oktober und bis in den November finden entlang der normannischen Küste außerdem viele Herings- und Muschelfeste statt. Im Winter kommen Naturliebhaber auf ihre Kosten. Stürme wühlen am Cap de la Hague die See auf - ein wahres Naturspektakel.

Erfahren Sie mehr über Ihr aktuelles Reisewetter- samt Reisetipps für gutes und schlechtes Wetter.

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"Parlez-vous allemand ?"

Sprache

Die Normandie liegt in Frankreich und somit ist hier die Amtssprache Französisch. Da Engländer und Amerikaner, zusammen gezählt, zu den stärksten Besuchergruppen in der Region zählen, ist man in der Normandie grundsätzlich auf Englisch eingestellt. Wie auch in Deutschland freuen sich Normannen, wenn der Reisende ein paar Redewendungen in der Landessprache benutzt. "Bonjour Monsieur/Madame!", "Merci." oder "S'il vous plaît." gehören zu den Sätzen, die als kleine "Türöffner" dienen können.

Mit dem Satz "Parlez-vous anglais/allemand?" können Sie herausfinden, ob der Gegenüber Englisch oder Deutsch spricht. Es kommt durchaus vor, dass man auf Franzosen stößt, die Deutsch sprechen. Nur meist sind sie in diesem Punkt sehr zurückhaltend, was keine böse Absicht ist. Dieses Verhalten rührt eher daher, dass man sich nicht blamieren will.

Und wenn es mit den Sprachen nicht klappt, dann gibt es immer noch Mimik und Gestik. Ein Lächeln sagt ja bekanntlich mehr als tausend Worte!

Liebe geht durch den Magen

Die normannische Küche

Die Gastronomie der Normandie ist vielfältig. Neben den Klassikern, den drei C's - Camembert, Calvados und Cidre, gibt es drei weitere herkunftsgeschützte Käsesorten in der Normandie: Pont l'Evêque, Livarot und Neufchâtel (der Käse in Herzform, erstmals erwähnt im 12. Jahrhundert). Im Hinterland wartet ein wahrer Schatz darauf, probiert zu werden: der Poiré (Birnenschaumwein) - erfrischend prickelnd wird er nur von circa 25 Produzenten hergestellt! (Salz-)Karamell, Butter und Sahne gehören genauso zur normannischen Küche wie frischer Fisch, Austern, Meeresfrüchte und Jakobsmuscheln - kein Wunder, bei mehr als 600 Kilometern Küste!

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Kennzahlen

Die Normandie

Die Normandie in Zahlen...

5% der Gesamtfläche Frankreichs

3,3 Mio. Einwohner

5% der Bevölkerung Frankreichs

Bevölkerungsdichte : 112 Einwohner pro Quadratkilometer

Seit Januar 2016: die Normandie wieder vereint!

Im Zuge der französischen Territorialreform besteht die Normandie nun wieder als ganze Region - die Unterscheidung in "Obere" und "Untere" Normandie wird nicht mehr getroffen. Die fünf Départements der Region - Seine Maritime (76), Eure (27), Calvados (14), Orne (61) und La Manche (50) vereinen sich erneut unter der normannischen Flagge mit zwei Leoparden. Dieses Symbol taucht bereits zur Zeit von Henri II. Plantagenêt (1133 -1189), Herzog der Normandie und Vater von Richard Löwenherz, auf der normannischen Flagge auf.

 

Lange Sandstrände und viel Geschichte

Calvados

Im Département Calvados liegt Caen, die Stadt Wilhelm des Eroberers (117.000 Einwohner). Caen ist eine junge Stadt, die Universität zählt 30.000 Studierende, bei einer Einwohnerzahl von 110.000 Einwohnern. Das Département Calvados besticht durch seine kilometerlangen Sandstrände, hügelige Wiesen- und Weidelandschaften sowie malerische Dörfer und kleine Fischerorte. Neben Caen gehören zum Beispiel Honfleur, Lisieux, Trouville oder Bayeux zu den sehenswerten Städten. Calvados, Cidre, Pommeau, Sahne und Karamell aus Isigny und die Käsesorten Pont L’Evêque und Livarot lassen Gourmetherzen höher schlagen. Dieser Teil der Normandie blickt auf eine bewegte Geschichte zurück. Der Wandteppich von Bayeux aus dem 11. Jahrhundert (UNESCO-Weltdokumentenerbe) erzählt die Geschichte der Eroberung Englands durch den normannischen Herzog Wilhelm im Jahr 1066, der vor dieser Zeit noch den Beinamen „der Bastard“ trug. Erst, nachdem sich Wilhelm in der Abtei von Westminster im Dezember 1066 zum englischen König krönte, erhielt er den Beinamen „der Eroberer“. Bis zum Tod von Richard Löwenherz trugen daraufhin die normannischen Herzöge den englischen Königstitel. Im 20. Jahrhundert wurden die Strände des Départements Calvados im Rahmen des D-Day zum Schauplatz einer der größten Militäroperationen des 20. Jahrhunderts.

www.calvados-tourisme.co.uk/en/

Romantische Seine und Impressionismus

Eure

Das Département Eure ist das Tor zur Normandie – in nur knapp einer Autostunde Entfernung von Paris erwarten Sie hier beschauliche Dörfer und das romantische Tal der Seine, die sich von hier in Mäandern bis zum Ärmelkanal zieht und von malerischen Abteien gesäumt wird. Hoch oben auf einem Plateau des Tals der Seine thront die eindrucksvolle Ruine Château Gaillard, die einstige Verteidigungsburg Richard Löwenherz‘ gegen den französischen König Philipp August. In diesem Département befinden sich auch das Haus und der Garten von Claude Monet, mit dem berühmten Seerosenteich und der japanischen Brücke – ein Muss für Garten- und Kunstinteressierte! Abseits der touristischen Pfade lässt sich das Département hervorragend mit dem Fahrrad oder auf dem Rücken eines Pferdes entdecken!

www.eure-tourism.com

Fondation Monet (c)Pierre Jeanson.jpg

Wild und ungezähmt

La Manche

La Manche, das „Land des Nordens", in dem das satte Grün der Wiesen im Kontrast zu dem strahlenden Blau des Himmels steht, hält vielfältige Besonderheiten bereit: die Bucht von Les Veys, die Insel Tatihou, die kilometerlangen Sandstrände sowie mehr als 300 km geschützte Küstenlandschaft. Im Süden des Departements befindet sich eine der berühmtesten Sehenswürdigkeiten Frankreichs: der Mont-Saint-Michel. In seiner Bucht herrschen die stärksten Gezeiten Europas mit einem Tidenhub von 14 Metern. Nur wenige wissen, dass in diesem Departement der Normandie, genauer gesagt in der einstigen Freibeuterstadt Granville, Christian Dior geboren wurde. Elternhaus und Garten sind heute zu besichtigen. Neben dem „Assiette du Pays", einem Gericht, das sich aus den unterschiedlichsten regionalen Spezialitäten zusammensetzt, zählt das Lamm von den Salzwiesen des Mont-Saint-Michel zu den Köstlichkeiten dieses Landstrichs. Auch der normannische Volkssport, die "Pêche à pied", bei der die Normannen bei Ebbe Muscheln, Krebse und sogar Hummer sammeln, wird hier rege betrieben. Wassersportbegeisterte kommen in der Manche genauso auf ihre Kosten, wie Wanderfreunde. Der Fernwanderweg GR223 "Alter Zöllnerpfad" führt die gesamte Küste der Manche entlang und endet am Mont Saint-Michel.

www.manche-tourismus.com

Normannische Gastlichkeit und edle Pferde

Orne

Normannische Hecken- und Weidelandschaft, Apfelbäume, Herrenhäuser und edle Pferde prägen diesen Teil der Normandie. Malerische Dörfer, charmante Städte und kleine Weiler lassen sich bei einer Tour durch das Departement entdecken. Die Leute von hier lieben das Leben und sind sehr gastfreundlich. Sie sind offen und zugänglich und werden mit Ihnen gerne die Freude am Leben teilen und Ihnen vielfältige kulinarische Besonderheiten anbieten. Der Normanne selbst entspannt sich in dem Thermalkurort Bagnoles-de-l'Orne, der von einem 7.000 Hektar großen Wald umgeben ist und in dem sich der Sage nach ein Jungbrunnen verstecken soll. Im Département Orne befindet sich eines der bekanntesten Nationalgestüte Frankreichs - das Haras du Pin. Neben der Zucht erstklassiger Pferde ist es für die schlossähnliche Architektur aus dem 17. Jahrhundert bekannt und wird auch "das Versailles der Pferde" genannt. In kulinarischer Hinsicht steht Orne für den Camembert, der aus dem gleichnamigen Ort dieses Departements stammt. Eine weitere Spezialität ist der Poiré, der aus Birnen gewonnen wird und von nur 25 Produzenten in diesem Teil Frankreichs produziert wird.

www.reisen-normandie.com

Steile Klippen und Wiege des Impressionismus

Seine-Maritime

Das Land des Lichtes und des Kontrastes ist von steilen Kreidefelsen gesäumt und liegt direkt gegenüber der englischen Küste. Die beeindruckenden Kreideklippen an der Alabasterküste, die zart-blaue Flachsblüte im Pays de Caux, Überreste römischer Städte und Siedlungen und normannische Reetdachhäuser bestimmen das Landschaftsbild. Rouen (111.000 Einwohner), die Stadt der hundert Glockentürme, ist die Hauptstadt der Normandie. In den engen Gassen der Altstadt glaubt man sich eher in einem Freilichtmuseum, als in einer modernen Stadt. Darüber hinaus ist Rouen auch die Stadt der Schriftsteller Gustave Flaubert und Pierre Corneille. Die Seine schlängelt sich als Lebensader durch das Département, bevor sie bei Le Havre und Honfleur in den Ärmelkanal mündet. Die "schönste Ruine Frankreichs", die Abtei von Jumièges, befindet sich im Département Seine-Maritime. Die Stadt Le Havre (175.000 Einwohner), UNESCO-Weltkulturerbe seit 2005, überzeugt durch konsequent moderne Architektur und eine der größten Impressionismussammlungen Frankreichs.

www.seine-maritime-tourisme.com/de