Tauchen Sie ein in das Leben Monets: Besuchen Sie zwischen Paris und den Windungen der Seine die drei Häuser, in denen er zwischen 1871 und 1881 lebte – zunächst in Argenteuil und später in Vétheuil, bevor er sich 1883 in Giverny niederließ.

Über drei Tage führt die Route durch Landschaften, die Claude Monet zu heute ikonischen Gemälden inspirierten: zur Eisenbahnbrücke in Argenteuil, entlang der Seine in Vétheuil sowie zu den berühmten Serien der Seerosen, Getreideschober und Pappeln rund um Giverny. Die Reise verbindet Bahn und Fahrrad – zwei Fortbewegungsarten, die zwischen Paris, dem Ausgangspunkt der Reise, und Giverny, dem Ziel, Zeit zum Innehalten und Schauen lassen. So wie Monet seine Motive unter freiem Himmel malte, lassen sich auch die Landschaften, die sein Werk prägten, ganz unmittelbar und im gemächlichen Rhythmus einer Radtour entdecken.

Tag 1

Von Paris nach Argenteuil (Zug + 21 km Radtour)

Startpunkt ist der Bahnhof Saint-Lazare, ein Sinnbild der industriellen Moderne. Monet widmete dem Bahnhof eine ganze Reihe von Gemälden, auf denen sich der Dampf der Lokomotiven mit dem Licht vermischt, das durch die gläsernen Bahnhofshallen fällt. Die Reise beginnt mit einer Zugfahrt und führt zunächst nach Argenteuil, einem ehemaligen beliebten Ausflugs- und Ferienort der Pariser im 19. Jahrhundert.

  • Die Transilien-Linie J verbindet Paris Saint-Lazare in rund 15 Minuten mit Argenteuil.

Argenteuil, Monets malerisches Experimentierfeld 

Nur wenige Schritte vom Bahnhof entfernt liegt Monets erstes Wohnhaus, das Maison Impressionniste Argenteuil. Monet lebte hier von 1874 bis 1878 mit seiner Familie. Während seiner insgesamt acht Jahre in Argenteuil schuf er mehr als 250 Gemälde. Das renovierte und heute für Besucher geöffnete „rosa Haus mit grünen Fensterläden“ bietet einen immersiven Rundgang. Gäste können so in die lebendige Kunstszene jener Zeit und die von Monet immer wieder gemalten Regatten und Seineufer eintauchen.

  • Nach einer zweiten Zugfahrt von Argenteuil nach Mantes-la-Jolie (rund eine Stunde mit der Transilien-Linie J) wird die Reise von hier aus mit dem Fahrrad auf der La Seine à Vélo fortgesetzt. Nun wird das Reisen langsamer und freier – ganz im Einklang mit der Natur. Der Weg führt am Fluss entlang und eröffnet nach und nach jene Landschaft, die Monet einst selbst vor Augen hatte, bis nach Vétheuil.

Dolce Via in Paris: Bietet auch  One way-Vermietungen an (Lieferung der Fahrräder bis Mantes-la-Jolie möglich). 

Stellen Sie Ihr Fahrrad in den dafür vorgesehenen Fahrradstellplätzen in den Zügen ab. Zwei Wagen der Züge der Linie J sind mit Fahrradhalterungen ausgestattet und anhand der entsprechenden Piktogramme an den Einstiegstüren leicht zu erkennen. Die Fahrradmitnahme ist unter der Woche außerhalb der Stoßzeiten möglich, also zwischen 9:30 und 16:30 Uhr sowie vor 6:30 Uhr und nach 19:30 Uhr. Ausgenommen sind außerdem einzelne Zeiten mit besonders hohem Fahrgastaufkommen. Auch außerhalb dieser Zeitfenster sowie an Wochenenden und Feiertagen ist die Fahrradmitnahme erlaubt, sofern der Zug nicht zu stark ausgelastet ist.

La villa Lauvray in Vétheuil: Charmantes Gästehaus in einem eleganten Herrenhaus aus dem 18. Jahrhundert, umgeben von viel Grün.

Tag 2

Vétheuil, La Roche-Guyon und die Seine-Landschaft (22 km Radtour)

Nach einer Nacht in Vétheuil beginnt der Tag mit einem Blick auf die Seine. In dem an den Hängen gelegenen Dorf lebte Monet von 1878 bis 1881. Es war eine schwierige Zeit, geprägt von erheblichen finanziellen Problemen und dem Tod seiner ersten Frau Camille. Trotz dieser schmerzvollen Umstände schuf er hier fast 200 Gemälde.

Vétheuil, das zweite Wohnhaus Monets 

Das für Besucher geöffnete Haus vermittelt auf schlichte und zugleich berührende Weise einen Eindruck vom Leben des Künstlers. Alles ist auf die Seine ausgerichtet. Von den Fenstern aus beobachtete Monet unermüdlich die Landschaft, deren wechselndes Licht immer wieder neue Inspiration lieferte. 

Der Rundgang durch das Dorf führt weiter zur Kirche und zum Friedhof, auf dem Camille Monet begraben liegt. Reproduktionen von Gemälden, die entlang der Straßen und am Seineufer aufgestellt sind, ermöglichen einen Vergleich zwischen den von Monet gemalten Landschaften und der heutigen, weitgehend unveränderten Umgebung. Eine Fähre ermöglicht die Überquerung der Seine nach Lavacourt (saisonaler Betrieb, bitte die Fahrzeiten vorab prüfen). Von diesem Ufer aus malte Monet mehrere seiner berühmten Ansichten von Vétheuil. Die idyllische Landschaft bietet den idealen Rahmen für ein spontanes Picknick am Seineufer.

Von La Roche Guyon nach Giverny

Zurück in Vétheuil führt die Radtour auf der Seine à Vélo weiter in Richtung La Roche-Guyon. Das zu den „Schönste Dörfer Frankreichs“ ausgezeichnete Dorf begeistert mit seinem über dem Tal thronenden Schloss und einem Rundgang mit Gemäldereproduktionen. Sie laden dazu ein, die Landschaften zu entdecken, die Monet und andere Künstler zu ihren Werken inspirierten.

  • Anschließend führt die Seine à Vélo ganz entspannt weiter nach Giverny. Die Windungen des Flusses erinnern an jene Gemälde, die Monet von seinem schwimmenden Atelier aus schuf. Pappeln, Inseln und Spiegelungen ergeben eine Landschaft, die sich seit der Zeit des Künstlers kaum verändert zu haben scheint. Mit der Ankunft in Giverny am späten Nachmittag wird Monets Präsenz beinahe greifbar. Eine Übernachtung in dem inzwischen legendären Künstlerdorf verspricht inspirierende Momente.
  • La guinguette de Giverny : Terrasse direkt am Wasser mit Blick auf die Landschaften, die Monet inspirierten.
  • Ancien Hôtel Baudy: Givernys impressionistische Seele – seit 1886 unverändert.
  • La Parenthèse: Hausgemachte Küche in blumigem Ambiente, nur wenige Schritte von Monets Garten entfernt.
  • Oscar: Das genussvolle Bistro des Sternekochs David Gallienne im Herzen des Musée des Impressionnismes.
  • Le Jardin des Plumes  Elegantes kleines Hotel in einem idyllischen Garten mit Gourmetrestaurant.
  • La Musardière : Charmantes Boutique-Hotel mit Bistronomie-Restaurant, das sich für nachhaltigen Tourismus engagiert.

Tag 3

Giverny und Vernon (5 km Radtour)

Monet ließ sich 1883 in Giverny nieder. Ein Spaziergang durch das Dorf führt zum Ancien hôtel Baudy, das einst von amerikanischen Künstlern besucht wurde, die hier auf den Spuren des Meisters arbeiteten, sowie zu Monets schlichtem Grab auf dem örtlichen Friedhof. Das Musée des impressionnismes Giverny, ist ein unverzichtbarer Programmpunkt. Mit wechselnden Sonderausstellungen richtet es jedes Jahr einen zeitgenössischen Blick auf das künstlerische Erbe Monets.

Haus und Gärten Claude Monets in Giverny

Hier befindet sich Monets berühmtestes Haus. Mehr als 40 Jahre lang lebte der Künstler hier – und noch heute scheint es, als hätte er das Haus gerade erst verlassen. Küche, Schlafzimmer und Atelier-Wohnzimmer wurden originalgetreu rekonstruiert. Und dann sind da seine Gärten, die als wahre Erweiterung seiner Palette heute wie ein lebendiges Museum wirken. Der Seerosenteich, die japanischen Brücken und die üppigen Blumenbeete lassen jene berühmten Bildserien lebendig werden, die Monet weltberühmt machten.

  • Die Radtour führt anschließend über die Seine à Vélo weiter nach Vernon. Mit dem Fahrrad verlässt man Giverny und folgt noch ein Stück den Spuren von Monets Lebensweg. Unterwegs erinnert der Bahnhof Giverny-Limetz an die Ankunft des Künstlers mit dem Zug. Die Landschaft zieht mit ihren Weiden und Pappeln vorbei und erinnert an die Baumreihen, die Monet in mehreren seiner Gemäldeserien festhielt. In Vernon eröffnet sich von der Clemenceau-Brücke ein außergewöhnlicher Blick auf die Kollegiatkirche Notre-Dame de Vernon, die ebenso wie die Alte Mühle von Vernon am Fuße der Brücke immer wieder in Monets Werken auftaucht. Ein letzter Abstecher ins historische Zentrum mit seinen Fachwerkhäusern lohnt sich, bevor es Zeit wird, in den Zug Richtung Paris zu steigen.  
  • La guinguette de Giverny : Terrasse direkt am Wasser mit Blick auf die Landschaften, die Monet inspirierten.
  • Ancien Hôtel Baudy: Givernys impressionistische Seele – seit 1886 unverändert.
  • La Parenthèse: Hausgemachte Küche in blumigem Ambiente, nur wenige Schritte von Monets Garten entfernt.
  • Oscar: Das genussvolle Bistro des Sternekochs David Gallienne im Herzen des Musée des Impressionnismes.
  • Le Jardin des Plumes  Elegantes kleines Hotel in einem idyllischen Garten mit Gourmetrestaurant.
  • La Musardière : Charmantes Boutique-Hotel mit Bistronomie-Restaurant, das sich für nachhaltigen Tourismus engagiert

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3 Tage

Thema: die drei Häuser, in denen Monet lebte

Verkehrsmittel: Zug und Fahrrad

Gare de départ : Paris Saint Lazare

Schwierigkeit 3/5

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