Wenn es eine Jahreszeit gibt, die die Normandie besonders zur Geltung bringt, dann ist es der Frühling! Dann schmückt sich die normannische Landschaft mit den Blüten von Apfel- und Birnbäumen.
Ein wahres Fest für die Sinne bieten diese Obstbäume: In voller Blüte erfreuen sie nicht nur das Auge, sondern auch den Geruchssinn. Später, als Cidre und Poiré verarbeitet, entfalten die Früchte all ihre geschmackliche Vielfalt.
Doch wo lässt sich dieses Naturschauspiel am besten genießen? Wir haben ein paar Empfehlungen für Sie:
Für die Blüte der Birnbäume sollten Sie ins Domfrontais reisen – eine Region im Regionalen Naturpark Normandie-Maine. Von dort aus eröffnen sich beeindruckende Ausblicke: Die auf einem Hügel gelegene Stadt Domfront bietet ein außergewöhnliches Panorama über die typischen Heckenlandschaften (Bocage) der Basse-Normandie. Im Frühling verwandeln sich hochstämmige Apfel- und Birnbäume in ein riesiges Blütenmeer. Doch die Birnbaumblüte ist ein flüchtiges Schauspiel – sie dauert nur etwa zehn Tage. Nur wenige Kilometer entfernt lohnt sich auch ein Abstecher nach Barenton (Departement Manche). Dort befindet sich das Musée du Poiré, ein Museum rund um die Birnenkultur. Inmitten einer Landschaft, die stark von traditionellen Hochstamm-Birnbäumen geprägt ist, lädt dieses Museum in einem ehemaligen Bauernhof dazu ein, die Welt des Cidres und Poirés zu entdecken – von der Obstkultur über die Verarbeitung bis zur Destillation für die Herstellung von Calvados. Ein Obstgarten und ein Hofladen mit regionalen Spezialitäten runden den Besuch ab.
Themenrouten
Östlich von Caen führt die Route du Cidre, eine ausgeschilderte Touristenroute, durch die typische Hügellandschaft des Pays d’Auge. Auf malerischen Nebenstraßen verbindet sie charmante Dörfer wie das als eines der schönsten Dörfer Frankreichs klassifizierte Beuvron-en-Auge, Bonneboscq und Beaufour-Druval im Kanton Cambremer.
Von Domfront bis Barenton verläuft die Route du Poiré, eine markierte Strecke durch die charakteristische Bocage-Landschaft mit lebenden Hecken und hochstämmigen Birnbäumen. Unterwegs laden lokale Erzeuger zu Besichtigungen und Verkostungen ein – eine genussvolle Reise durch das Herz der normannischen Obstkultur.

Ein weiteres Muss ist die Route des Fruits, die sich von der Maison du Parc in Notre-Dame-de-Bliquetuit bis nach Duclair erstreckt – mit einem lohnenden Abstecher zur prachtvollen Abtei von Jumièges.
Zwischen Besichtigungen und Verkostungen
Wenn man von touristischen Routen spricht, darf die Route des Chaumières nicht unerwähnt bleiben. Auf über 50 Kilometern führt diese Strecke vorbei an typischen normannischen Reetdachhäusern, die im Frühling – umgeben von blühenden Apfelbäumen – besonders zur Geltung kommen.
Ein Höhepunkt der Route ist das Marais Vernier, das sich in seiner ganzen Pracht und Einzigartigkeit zeigt. Ein Halt lohnt sich am Beobachtungspunkt der Grand’Mare, dem größten natürlichen Teich der östlichen Normandie, der zahlreichen Zugvögeln als Rastplatz dient.
Laden Sie hier die Broschüre zur Route des Fruits und zur Route des Chaumières herunter.

Die normannische Gastronomie auf andere Art entdecken
Unsere Auswahl echt normannischer Erlebnisse
Bei unseren echt normannischen Erlebnissen begegnen Sie engagierten Locals, die Ihnen mit viel Leidenschaft und Wissen ihre Region zeigen.
Calvados-Workshop im Château du Breuil
Le Breuil-en-Auge
Mit dem Zug, Fahrrad oder zu Fuß
Unsere Ausflugstipps
Erkunden Sie die Normandie in Ihrem eigenen Rhythmus und lassen Sie das Auto auch mal stehen. Entdecken Sie hier unsere Tipps für Hotels, Restaurants und Sehenswürdigkeiten, die alle ohne Auto erreichbar sind.