Von Oktober bis Mai ist sie die Königin der normannischen Küsten. In den Tiefen des Ärmelkanals gefangen, besitzt diese wilde Meeresfrucht unzählige Vorzüge und wird in allen Variationen genossen – von der Fischauktion bis zum Gourmetteller.
Die Normandie – führende Region Frankreichs für den Fang der Jakobsmuschel
Ein zarter, korallenfarbener Muskel, große, hochwertige Schalen – all das macht die normannische Jakobsmuschel zu einer der besten Frankreichs. Mit über 30.000 Tonnen jährlich ist die Normandie die führende Fangregion des Landes. Die Coquille Saint-Jacques aus der Normandie ist sogar mit drei Label-Rouge-Auszeichnungen versehen. Ob als Carpaccio, gebraten oder auf kreative Weise zubereitet – sie ist reich an Eisen, Zink, Magnesium und Vitaminen, bei nur 90 Kalorien pro 100 g. Ein echtes Superfood!
Tipp zum Einkauf: Die Muschel muss lebendig, also geschlossen sein. Ist sie leicht geöffnet, sollte sie sich bei leichtem Druck wieder schließen.


Nachhaltiger Fischfang
In aller Frühe brechen die Fischer mit ihren Jakobsmuschelkuttern auf und nehmen Kurs auf die offene See. Von Dieppe bis Granville, über Fécamp, Port-en-Bessin, Grandcamp-Maisy oder Saint-Vaast-la-Hougue ziehen sie Schleppnetze über den Meeresboden, um die Muscheln einzusammeln – stets unter Einhaltung strenger Fangquoten, einer Mindestgröße und rotierender Fanggebiete. Der Fischfang ist nur vom 1. Oktober bis zum 15. Mai erlaubt, um den Muscheln genügend Zeit zum Wachsen zu lassen und die Bestände zu schützen. Frische und Qualität sind vom Hafen bis auf den Teller garantiert.

Wissenswertes rund um die Jakobsmuschel
- Wie ermittelt man das Alter einer Muschel? Wie bei einem Baum: Zählen Sie die Jahresringe auf ihrer Schale!
- Diese Muschel aus der Familie der Austern und Miesmuscheln ist ein zwittriges Weichtier mit zwei Schalenhälften. Der orange-rote „Corail“ erscheint einige Monate vor der Fortpflanzungszeit. Deshalb enthält die Nuss je nach Jahreszeit und Herkunft manchmal Corail – oder eben nicht.
- Die Jakobsmuschel hat rund 200 Augen – sogenannte Ocelli – am Rand ihres Mantels.
- Sie heißt „Jakobsmuschel“, weil Pilger auf dem Weg nach Santiago de Compostela leere Schalen nutzten, um Almosen zu erbitten oder ihre Kleidung zu schmücken.
Lieblingsrezepte unserer Facebook-Community
- Jakobsmuscheln als Carpaccio.
- In der Pfanne gebraten mit Petersilie, Schalotten, Weißwein und Sahne.
- In der Pfanne gebraten mit Petersilie, Knoblauch und gesalzener Butter.
- In der Pfanne gebraten mit Schalotten, gesalzener Butter, Sahne und flambiert mit Calvados.
- In der Cassolette mit Lauchfondue.
- In der Schale serviert, mit Miesmuscheln, Garnelen, einer Cidre-Béchamelsauce und Semmelbröseln überbacken.
- Als Spießchen, paniert, mit Speckwürfeln und einer Weißweinbuttersauce mit Wermut.
Rezepte von Köchen
- Jakobsmuschel-Cannelloni aus der Normandie, von David Gallienne
- Gerösteter Steinpilz aus dem Wald von Andaine und Jakobsmuscheln aus Port-en-Bessin-Huppain, von Franck Quinton
Guten Appetit!
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