Wenn Sie die Kombination von wilden Klippen, rauem Charme und charmanter Seebadarchitektur mögen, dann sind Sie in Dieppe in der Normandie genau richtig. Dieppe liegt an der Alabasterküste und hat zahlreiche Sehenswürdigkeiten zu bieten. Schlendern Sie durch die Gassen der Altstadt, genießen Sie den Blick auf die Stadt von der Burg von Dieppe und kaufen Sie unbedingt frischen Fisch auf dem täglichen Fischmarkt! Wir zeigen Ihnen die schönsten Orte von Dieppe.

Warum sich ein Besuch von Dieppe lohnt?

Dieppe – das erste Seebad Frankreichs – blickt auf eine beeindruckende Geschichte zurück. Bereits 1822 reisten die Damen des Königshofes rund 15 Stunden mit der Postkutsche an die normannische Alabasterküste, um in Dieppe vorsichtig ihre Füße in den Ärmelkanal zu tauchen oder gleich vollständig bekleidet ins Wasser zu steigen. So begann der Badebetrieb in Frankreich – mit Dieppe als Vorreiterin unter den Seebädern.

Doch Dieppes Geschichte reicht noch viel weiter zurück. Schon im 10. Jahrhundert ließen sich Wikinger in der Gegend nieder. Der Name „Dieppe“ stammt aus dieser Zeit und bedeutet „tief“ – ein Hinweis auf den Hafen, der auch für Schiffe mit großem Tiefgang geeignet ist. Heute ist Dieppe offiziell als Stadt der Kunst und Geschichte ausgezeichnet – und das merkt man sofort beim Spaziergang durch die Altstadt.

Dieppe ist eine lebendige, dynamische Hafenstadt mit maritimem Flair und einem Hauch britischer Atmosphäre – nicht zuletzt durch die Fährverbindung ins englische Newhaven, die in nur vier Stunden zurückgelegt wird. Besonders am Wochenende sind die Caféterrassen am Hafen gut besucht, einige Geschäfte öffnen sogar sonntags.

Entlang der gepflegten Promenade, die sich direkt am Meer erstreckt, spürt man bis heute die besondere Ausstrahlung des traditionsreichen Badeorts. Alle zwei Jahre wird der Himmel über Dieppe beim Internationalen Drachenfestival zum farbenfrohen Spektakel, wenn Künstlerinnen und Künstler aus aller Welt ihre fantasievollen Kreationen zeigen. Ein weiteres Highlight ist das Herings- und Jakobsmuschelfest im November, das jährlich über 100.000 Besucher anzieht. In keiner anderen Stadt hat der Hering eine so große wirtschaftliche und kulturelle Bedeutung wie hier: Bis in die 1970er-Jahre war der „Königsfisch“ der Motor der lokalen Wirtschaft. Heute teilt er sich die Bühne mit der Jakobsmuschel – Dieppe ist der wichtigste französische Hafen für diesen Fang.

Sehenswerte Orte in Dieppe

  • Die Burg und ihr Museum: Gebaut aus Feuerstein und Sand thront die Burg aus dem 15. Jahrhundert auf den Kreidefelsen und bietet einen wunderschönen Panorama-Blick auf das Meer. Im Inneren wartet das spannende Stadtmuseum auf Sie: Gemälde des Meeres, eine der schönsten Elfenbeinsammlungen Europas (16. Jahrhundert), noch dazu hergestellt von Kunsthandwerkern aus Dieppe, impressionnistische Gemälde von Boudin, Lebourg oder Pissaro oder Grafiken und Holzschnitte von Braque. Wenn Sie einen Ort suchen, an dem das maritime Gedächtnis der Stadt zu Hause ist, sind Sie hier richtig.
  • Der Strand besteht aus einer langen Strandpromenade am Kieselstrand mit Rasenflächen und Spielplätzen für Kinder. Spazieren Sie abends entlang der Promenade mit Blick auf die Klippen der Alabasterküste und genießen Sie einen feuerroten Sonnenuntergang auf der Terrasse eines der Strandcafés.
  • Die Kirche Saint-Jacques: Eine wunderschöne Kirche, die ihren Ursprung im 12. Jahrhundert hat. Sie werden feststellen, dass dieser Architekturmix durchaus seinen Charme hat: das Mittelportal mit der schönen Rosette aus dem 14., der Turm aus dem 15. und die Seitenkapellen mit Einflüssen aus dem 16. Jahrhundert.
  • Die Kirche Saint-Rémi: Sie wurde zwischen dem 16. und 17. Jahrhundert erbaut, der Kirchturm ist aus dem 18. Jahrhundert. Die Holztäfelung im Chorraum, die Orgel und die Schatzkammer mit Renaissance-Architektur sind sehr sehenswert.
  • Die Cité de la Mer: Ein spannendes Aquarium, das über die Fischerei, Naturwissenschaft und Angeln informiert.
  • Das Westhafen-Tor oder auch die „Geschütztürme“: Das letzte erhaltene Stadttor der ehemaligen Ringmauer der Stadt. Es wurde im 14. Jahrhundert verstärkt und während der Französischen Revolution als Gefängnis genutzt. Heute ist es hübsch von außen anzusehen und in Privatbesitz.
  • Der Marktplatz Puits Salé („salziger Brunnen“): Typisch ist der Brunnen auf diesem Platz, der daran erinnert, dass sich in den früheren Stadtbrunnen von Dieppe Süß- und Salzwasser aus dem Meer bei Flut vermischten. Unser Tipp: Genießen Sie den Moment bei einem Café oder Tee im Café des Tribunaux und lassen Sie Ihren Blick über den Platz schweifen.
  • Der Hafen: Mitten im Stadtzentrum, ganz in der Nähe des Marktplatzes, liegt der Jacht- und Angelhafen von Dieppe. Wenn die kleinen Fischerboote und die großen Kutter am Kai liegen, und Sie zufällig vormittags durch die Stadt spazieren, dann sollten Sie jetzt gemütlich zum täglichen Fischmarkt gehen und dort den frischen Fang des Tages kaufen. Am besten folgen Sie einfach dem Geschrei der Möwen, das Sie zielsicher ein paar Meter weiter zum Fischmarkt bringt.

Spezialitäten aus Dieppe

Zucker, Butter und Äpfeln – das ist das Geheimnis der köstlichen Apfelkaramellen. Hergestellt in Dieppe von den Ateliers d’Etran, sind sie ein wahrer Gaumenschmaus! Auch in der herzhaften Küche hat Dieppe einiges zu bieten: Berühmt ist die Stadt für ihre Heringe und Jakobsmuscheln, die man im November bei den traditionellen Festen in vollen Zügen genießen kann.

Der bekannteste Markt in Dieppe ist zweifellos der am Samstagmorgen – 2020 wurde er sogar zum „schönsten Markt Frankreichs“ gekürt. Hier treffen sich Fischer, Erzeuger, Landwirte und Gemüsebauern aus der Umgebung. Ein idealer Ort, um hochwertige normannische Produkte zu entdecken und einzukaufen!

  • Mit dem Zug: Ab Paris Saint-Lazare mit Umstieg in Rouen.
  • Mit der Fähre: Es bestehen Fährverbindungen zwischen Newhaven (England) und Dieppe. Die Überfahrt dauert etwa 4 Stunden.
  • Mit dem Bus: Dieppe wird von mehreren Linien des Nomad-Car-Netzes sowie von Fernbussen ab Paris angefahren.
  • Mit dem Fahrrad: Dieppe liegt an der Avenue Verte Paris–London sowie an der Vélomaritime, die Roscoff mit Dünkirchen verbindet.

Dieppe & Umgebung ohne Auto

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Sehenswertes in der Umgebung von Dieppe

Das Schloss von Miromesnil liegt nur rund 6 Kilometer von Dieppe entfernt in Tourville-sur-Arques. Guy Maupassant, der auf diesem Schloss geboren wurde, hatte es also nie weit bis zum Strand. Das Schloss selbst stammt aus dem 16. Jahrhundert und ist heute das zu Hause von Jean-Christophe und Nathalie Romatet. Sie können auf dem Schloss übernachten und bei einem Kochkurs frisches Gemüse aus dem Schlossgarten zu leckeren normannischen Spezialitäten verarbeiten.

Wenn Sie in Dieppe sind, dürfen Sie Varengeville-sur-Mer nicht verpassen. Die Seemannskapelle und der dazugehörige Friedhof direkt an den Klippen ist einer der schönsten Orte der Normandie. Gleich daneben liegt der Hortensien-Garten Shamrock, hier finden Sie die größte Hortensien-Sammlung der Welt! Entlang der Alabasterküste reiht sich ein süßer Fischerort an den nächsten – und Sie alle locken mit Austern, Muscheln und frischem Fisch.

Expérience Rando apéro en trottinette électrique à Quiberville-sur-Mer

Ein echt normannisches Erlebnis

Eine Einführung in die Aquarellmalerei mit Laurent, einem Maler aus Honfleur.

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