Im Süden der Normandie, in den sogenannten „Alpen von Le Mans“, liegt das verträumte Dorf Saint-Céneri-le-Gérei. Seine Atmosphäre und sein Charme machen es zu einem der schönsten Dörfer Frankreichs und zu einer absoluten Sehenswürdigkeit in der Normandie. Im 19. Jahrhundert haben sich berühmte Künstler, wie Corot oder Courbet, hierher zurückgezogen.
Eines der schönsten Dörfer Frankreichs
In Saint-Céneri-Le-Gerei scheint die Zeit stehen geblieben zu sein. Die stolze romanische Kirche aus dem 11. Jahrhundert, die kleine Kapelle inmitten einer grünen Wiese mit dem Plätschern des Flusses Sarthe oder die kleinen Dorfstraßen – an sehenswerten Orten mangelt es in Saint-Cénéri-le-Gérei, einem der schönsten Dörfer Frankreichs, gewiss nicht. Neben malerischen Fotomotiven und dem besonderen normannischen Charme versteckt sich in Saint-Cénéri-le-Gérei noch das ein oder andere Geheimnis. So munkelt man, dass es hier einen Wunderbrunnen mit heilender Wirkung gibt.
Geheimtipp für Impressionisten
Es ist leicht zu verstehen, dass dieses kleine Dorf unweit von Alençon im Departement Orne im Laufe der Zeit viele Künstler anzog. Die Impressionisten entdeckten Saint-Céneri-le-Gérei im 19. Jahrhundert für sich als Urlaubsort und Quelle der Inspiration. Courbet, Corot und viele andere trafen sich in der Herberge der Schwestern Moisy und brachten den Charme des Dörfchens auf die Leinwand. Heute ist die Herberge ein originelles Museum, in dem Abbilder berühmter Künstler an die Wände gemalt wurden.
Das sollten Sie nicht verpassen
- Die Kirche aus dem 11. Jahrhundert, als „Monument Historique“ eingestuft, mit ihren unversehrten Fresken und dem Panoramablick auf das Tal
- Die Kapelle Petit Saint-Céneri (14. Jahrhundert), mitten auf einer grünen Wiese
- Der Wunderbrunnen: Sein Wasser soll die Gabe haben, bestimmte Augenkrankheiten zu heilen.

- Die Ruinen der mittelalterlichen Burg (11. Jahrhundert)
- Die Herberge der Schwestern Moisy und ihr berühmter „Saal der Geköpften“, in dem Porträts der Künstler, die diesen Ort besucht haben, direkt auf den Wänden abgebildet sind
- Die Brücke über die Sarthe: suchen Sie auf der Steinmauer nach dem Nagel, der die Grenze zwischen der Normandie und Pays-de-la-Loire markiert
- Regionaler Naturpark Normandie-Maine (257 000 ha)
- Festival „Les Rencontres de Saint-Céneri“: dieses Malereifestival zieht jedes Jahr zu Pfingsten 10 000 Neugierige an
- Kunsthandwerkermarkt und Dorffest
Für Ihr leibliches Wohl sorgen die Auberge de la vallée, die Taverne Giroise, die Auberge des Peintres und die Échoppe Gourmande, die alle eine lokale Küche mit saisonalen Produkten aus der Region anbieten.

Bienen wachen über die Kirche
Wenn Sie sich der Kirche von Saint-Céneri nähern, die das Tal überragt, werden Sie Bienen sehen, die sich in den alten Steinen tummeln. Schon seit dem 11. Jahrhundert gibt es dort Bienen und sie gelten als Wächter des heiligen Ortes. Der Legende nach sollen sie Soldaten des französischen Königs angegriffen haben, die sich daraufhin von den Felsen in die Sarthe stürzten, um ihnen zu entkommen. Ihr Honig bleibt bis heute unauffindbar.