Seit dem großen Erfolg von „Ein Sommer in Le Havre“ anlässlich des 500-jährigen Stadtjubiläums 2017 begeistert das jährliche Festival Besucherinnen und Besucher sowie Einheimische gleichermaßen. Große Kunstwerke unter freiem Himmel, innovative Ausstellungen und viel modernes Flair locken auch 2026 in die Stadt am Meer.
Neue Kunstwerke laden zu einem Stadtrundgang ein

Jeden Sommer werden große Künstlerinnen und Künstler der zeitgenössischen Kunst eingeladen, ihre Vision von Le Havre zu präsentieren, mit eigens für die Stadt entworfenen Open-Air-Kunstwerken.
Die Saison 2026 unter der künstlerischen Leitung von Gaël Charbau bietet sieben neue Werke, ergänzt durch mehrere Ausstellungen in den Museen und Kulturstätten der Stadt. Genug, um einen Tag, ein Wochenende oder sogar noch länger in der Stadt am Meer zu verbringen.
- Schwimmende Skulptur Icebergs von Gaspard Combes auf dem Bassin du Commerce. Das Werk mit seinen vielfältigen Perspektiven steht im Dialog mit den umgebenden städtischen Bauten und erinnert an Polareis mitten in der Stadt.
- Les Optimists von Lorène Dengoyan. Die den Einwohnern von Le Havre wohlbekannten kleinen Segelboote schmücken sich mit bunten Segeln und erobern ebenfalls das Bassin du Commerce.
- Spinning Around von Sophia Taillet auf dem Vorplatz der Kathedrale Notre-Dame. Eine Reihe rotierender Spiegel, die die Architektur von Le Havre je nach Wind und Besucherbewegungen fragmentieren und neu zusammensetzen.
- Vor Ort von Guillaume Aubry. Ein Periskop am Quai de Southampton, genau an der Stelle, an der Claude Monet im November 1872 „Impression, soleil levant“ malte.
- Auch Genies machen den Führerschein von Samuel Trenquier. Auf dem Square Albert-René stehen etwa zwanzig Amphoren voller Farben, Fantasie und Fabelwesen.
- Corallium von Charlotte Huard, am Quai de l’Île. Diese Skulptur im Stil einer Koralle besteht aus Handabdrücken von Einwohnern Le Havres.
- Die Stadt, die es nicht gab IV – Das Haus der Träume (2050–2612) von Grégory Chatonsky. Eine funktionsfähige Telefonzelle im Perret-Stil, in der das Publikum Erzählungen hören kann, die aus Zeitzeugenberichten und künstlicher Intelligenz hervorgegangen sind.
Die dauerhaften Kunstwerke: Einzigartige Fotomotive
Einige Kunstwerke aus den Jahren zuvor sind fester Bestandteil des Stadtbildes geworden und den Bewohnerinnen und Bewohnern von Le Havre ans Herz gewachsen. Dazu gehört zum Beispiel der bunte Container-Bogen von Vincent Ganivet, der den Quai Southampton gänzlich verändert hat.
Nicht weit entfernt, gegenüber von Oscar Niemeyers Vulkan, begeistert das Wasserspiel des Kunstwerkes „Impact“ von Stéphane Tidet. Am Strand von Le Havre spielt Up #3 von Lang/Baumann mit der Perspektive der „Porte Océane“. Die „Porte Océane“ besteht aus zwei Gebäuden der UNESCO-Weltkulturerbe-Architektur von Le Havre, die perspektivisch den Blick auf das Meer einrahmen.

Nicht zu vergessen das „Narrow House“ von Erwin Wurm, ein Pavillon mit ungewöhnlichen Abmessungen: 18 Meter lang und 1,40 Meter breit. Zu sehen und zu besuchen auf dem Square Claude Érignac. Nicht weit davon entfernt hat die Künstlerin Isabelle Cornaro unter dem Namen „Coupes“ die Verkleidung der Fensterfronten des Bahnhofs entworfen, wobei sie Farbmuster verwendet hat, die an die Glasmalereien der beeindruckenden Kirche Saint-Joseph anknüpfen.
Ausstellungen 2026
- Monet au Havre (Monet in Le Havre): vom 5. Juni bis zum 27. September 2026 im MuMa (Museum für moderne Kunst André Malraux). Anlässlich des hundertsten Todestages von Claude Monet widmet das Museum seine Sommerausstellung den Jahren, die der Künstler in Le Havre verbrachte, und zeigt dabei fast hundert Werke.
- Ai Weiwei, Water Lilies, vom 5. Juni bis 27. September 2026 im MUMA, Le Havre, im Rahmen des Festivals „Normandie Impressionniste“. Eine zeitgenössische Interpretation von Claude Monets „Seerosen“, geschaffen aus 650.000 LEGO®-Steinen.
- The Story of Fixity von Noémie Goudal, vom 27. Juni bis zum 27. September 2026 im Portique. Ihre Arbeit befasst sich mit der Beziehung zwischen Natur und Emotionen.
- Anima (ex) Musica vom 6. Juni bis zum 4. Oktober 2026 im Muséum. Riesige Insekten, hergestellt aus ausgedienten Musikinstrumenten.
- Erinnerungen, Geister der Sklaverei vom 8. Mai bis zum 20. September 2026 im La Maison de l’Armateur. Eine Einladung, gemeinsam die Geschichte der Sklaverei und ihre Auswirkungen auf die heutige Gesellschaft zu überdenken.
Praktische Infos
Ein Sommer in Le Havre 2026
27. Juni bis 20. September 2026
Kunst im öffentlichen Raum, künstlerische Rundgänge und große Ausstellungen.
www.uneteauhavre.fr
Eintritt frei (außer für bestimmte Ausstellungen in Museen).
Alle Infos zum Programm und zum Erlebnis „Un Été au Havre“ gibt es in der Maison de l’Été, dem zentralen Treffpunkt der Veranstaltung, auf dem Place Perret.
Anreise mit dem Zug
Linie Paris – Rouen – Le Havre
Ab 16 € pro Person – Halber Preis für Kinder unter 12 Jahren – Kostenlos für Kinder unter 4 Jahren (auf dem Schoß).
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