Dieppe, Eu und Le Tréport

Normandie Tourisme
Erst übernahm man die Mode des Badens im Meer von den Engländern. Dann kamen diese selbst als Badegäste über den Ärmelkanal. Dieppe erlebt seine touristische und künstlerische Gründerzeit...

Dieppe

Zahlreiche englische Maler finden sich ein, darunter der von Géricault und Delacroix hochverehrte Turner sowie der junge und talentierte Bonington. Seit dieser Zeit übt Dieppe eine magnetische Anziehungskraft auf Maler aus, die Licht, Natur, maritime Horizonte und historische Monumente in den Mittelpunkt ihrer Arbeit stellen. Zu den herausragenden Künstlern, die sich nach Dieppe begeben, gehören Delacroix, Leitfigur der romantischen Malerei, dessen Aquarelle und Ölbilder die Landschaftsmalerei revolutionieren und dem Impressionismus den Weg bereiten.

Neben den Persönlichkeiten, die Proust in seiner Suche nach der verlorenen Zeit verewigt, geben sich Musiker, wie Debussy und Fauré, viele Schriftsteller und die Creme de la Creme der impressionistischen Malerei, Monet, Renoir, Pissarro, Gauguin und Degas, in Dieppe ein Stelldichein.

Impressionnismus-Reiseführer

Die Stadt trägt des Label « Ville d’art et d’histoire ». Das Comité Départemental de Tourisme de Seine-Maritime hat einen Impressionismus-Führer herausgegeben, der im Office de Tourisme erhältlich ist und der auch im Internet konsultiert werden kann. Er präsentiert ein Besuchsprogramm für Stadt und Umland, angereichert mit Reproduktionen von Gemälden der entsprechenden Örtlichkeiten.

Viele Schriftsteller und die Creme de la Creme der impressionistischen Malerei, Monet, Renoir, Pissarro, Gauguin und Degas, in Dieppe ein Stelldichein.

Zu entdecken in Dieppe

> Das Schlossmuseum

Ein Schloss aus dem 15. Jahrhundert beherbergt heute das städtische Museum. Zuvor diente es schon als königliche Residenz, Kaserne, Sitz des Gouverneurs und während der Revolution sogar als Gefängnis. Seine beeindruckenden Sammlungen von Elfenbeinschnitzereien, Gemälden und historischen Karten zeichnen die lokale Geschichte nach. Der Impressionismus nimmt mit Werken von Renoir, Pissarro, Boudin, Eva Gonzalès und anderen einen bedeutenden Rang ein. Sehenswert sind zudem die Werke von Sickert, insbesondere die Serie über die Kirche Saint-Jacques in Dieppe, eine Parallele zur Arbeit von Monet zum Thema der Kathedrale in Rouen. Zum Bestand zählen auch Bilder von Courbet und Dufy sowie Stiche von Braque.

> Das Hafenviertel

William Turner kommt im Sommer 1821 nach Dieppe. Er fertigt eine Vielzahl von Zeichnungen und Aquarellen. Diese Skizzen dienen ihm als Grundlage für die Komposition des Le Port de Dieppe. Im Jahr 1845 thematisiert er die Stadt noch einmal mit Dieppe, un jour ensoleillé.Weitere Maler widmen sich dem bunten Treiben des Viertels, etwa Lapostolet, Gaugin und nicht zuletzt Pissarro. Boudin malt eine poetische Ansicht der Falaises du Pollet.

> Die Cité de la Mer

Auch unter dem Namen Estran bekannt, findet sich hier ein Museum für Schiffbau, für Navigationsinstrumente und für Fischereitechniken. Zugleich bietet es eine Einführung in die Geologie der Kreidefelsen.

> Das Zentrum

Die Kirche Saint-Jacques diente Pissarro als Motiv für eine Serie üppiger Stadtansichten, die er in seinem Zimmer im Hôtel de Commerce ausführte.

Eu

Louis-Philippe lud Turner zu seinen Banketten nach Eu ein.

Dieser nutzt die Gelegenheit zu einer Serie von Aquarellen, die in ihrer prachtvollen Gestaltung an seine berühmte Venedig-Serie erinnern.

> Das Schlossmuseum

Das Château d'Eu-Musée Louis-Philippe: Der König erwählte es als Sommerresidenz. Zweimal empfängt er hier die englische Königin Victoria, einmal davon in Begleitung Turners.

Wir danken Jacques Silvain Klein für die Überlassung seiner Artikel, die er für den Reiseführer Le Routard "La Normandie des Impressionnistes" verfasst hat. Dieser ist im Buchhandel erhältlich.

Le Tréport

An der Straße zwischen Dieppe und Le Tréport liegt das Château de Wargemont, wo Renoir häufig bei seinen Freunden, der Familie Berard, zu Gast weilte und emsig malte.

Turner kommt 1845 nach Le Tréport. Er realisiert dort Le Tréport und L’église Saint-Jacques.

> Außergewöhnliches Panorama

Von den Kreideklippen bietet sich ein atemberaubendes Panorama über die Stadt, den Hafen und die Küste. Diesen Aussichtspunkt erreicht man mittels der wieder restaurierten alten Zahnradbahn aus dem Jahr 1908 (kostenlos).

In der Umgebung von Dieppe

> Pourville

Monet verbringt 1882 einige Zeit in Pourville. Er schreibt seiner Gattin, Alice Hoschedé: « Die Landschaft ist wunderbar. Man könnte dem Meer nicht näher sein als ich es bin, direkt am Kiesstrand...». Der Künstler wohnt im « A la renommée des galettes ». Er malt eine ganze Serie von Landschaftsbildern, darunter La Mer à Pourville und Filets de pêcheur à Pourville.

> Varengeville-sur-Mer

Vom Dorf, das auf dem Plateau eines Kreidefelsen liegt, eröffnet sich ein grandioses Panorama über die Côte d'Albâtre zwischen Saint-Valery-en-Caux und Le Tréport. Kein Wunder, dass dieser Ort eine magische Anziehungskraft auf die Maler des Impressionismus ausübte. In ihrem Gefolge kamen weitere Künstler: Braque, Picasso, Mirò, Cocteau... Braque war von Varengeville derartig angetan, dass er sechs Monate im Jahr hier verbrachte.

> Le Bois des Moutiers

Ein eindrucksvoller Manoir in einem herrlichen Park. Zahlreiche Künstler weilten im Bois des Moutiers: Rodin, Picasso, Miró, Cocteau...

> Die Kirche Saint-Valéry

Die Kirche wurde am Rand der Klippe errichtet. Sie verdankt ihr wunderschönes Glasfenster mit der Darstellung eines Jessebaums dem Glaskünstler Raoul Ubac nach einem Entwurf von Braque.

Office de tourisme de Dieppe

Tel : 0033 (0)2.32.14.40.60

www.dieppetourisme.com

Office de tourisme du Tréport

Tel : 0033 (0)2.35.86.05.69

www.letreport-tourisme.fr

Office de tourisme de Eu

Tel : 0033 (0)2.35.86.04.68

www.ville-eu.fr

Weitere Informationen auf der Homepage des Comité Départemental de Tourisme de Seine-Maritime.

Wir danken Jacques Silvain Klein für die Überlassung seiner Artikel, die er für den Reiseführer Le Routard "