Das Hafenstädtchen Barfleur im Osten der Halbinsel Cotentin gehört zu den schönsten Dörfern Frankreichs und begeistert mit seinem maritimen Charme und der Muschelspezialität „Miesmuschel von Barfleur“. Gleich um die Ecke steht wild-romantisch der Leuchtturm von Gatteville. Ein Highlight der Normandie!

Barfleur: Die Perle des Val de Saire und ein Hafenstädtchen zum Verlieben

Der Hafen mit Leuchtturm von Barfleur im Cotentin
Der Hafen mit Leuchtturm von Barfleur im Cotentin © Olivier Magherini – Fotolia.com

Der süße Fischerhafen von Barfleur, eines der schönsten Dörfer Frankreichs, präsentiert sich ein bisschen wie im Bilderbuch. Hafenrestaurants, bunte Fischkutter, Möwengeschrei und der weite Blick aufs Meer, dessen Farbe von tiefblau zu türkis wechselt, dazu noch der kleine weiße Leuchtturm versprechen Urlaubsfeeling pur. Die Fischerhäuser aus Granit drängen sich dicht an dicht und scheinen den Winden und Gezeiten des Meeres zu trotzen. Diesen trutzigen Charakter hat auch die Kirche Saint-Nicolas, die mit ihrem Dom auf einem kleinen Hügel steht und über den Hafen und Barfleur zu wachen scheint. Der Name Barfleur kommt übrigens, wie so oft in der Normandie, von den Wikingern, „-fleur“ commt vom altnordischen „floth“ und bedeutet „Fluss“.

Unser Gastronomie-Tipp für Ihre Reise nach Barfleur: die Miesmuschel „La Blonde de Barfleur“

Neben dem wunderschönen Blick auf das Meer, dem Leuchtturm von Barfleur und von Gatteville und überhaupt dem besonderen Hafenfeeling hat Barfleur etwas ganz Besonderes zu bieten: wilde Miesmuscheln! Meistens werden die französischen Miesmuscheln an Pfählen gezüchtet, und sind den Gezeiten ausgesetzt. Nicht so die Miesmuschel von Barfleur. Östlich der Halbinsel Cotentin gibt es bei Ravenoville eine Gebiet im Ärmelkanal, in dem die Muschel wild wächst, in ca. 50 Metern Tiefe! Sie wird von den kleinen Fischkuttern von Barfleur gefangen und nach ganz Frankreich exportiert. Am frischesten schmeckt die „Blonde de Barfleur“ aber natürlich in einem Hafenlokal direkt in Barfleur. Sie haben die Wahl, die Muscheln mit Sahne (à la crème), Weißwein (marinière) oder aber mit Cidre (à la normande) zu essen, dazu gibt es – ganz klassich im Nordwesten Frankreichs – Fritten. Informieren Sie sich vorher über die Fangsaison, denn die wilde Muschel hat Schonzeiten. Übrigens: die „Moule de Barfleur“ ist geschützt mit dem Label „Normandie fraîcheur mer“ (etwa „Frische normannische Produkte aus dem Meer“) und muss bestimmten Kriterien im Fang und der Verarbeitung entsprechen. 

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