Von den Höhenzügen der Normandie und des Maine bis ins Herz der Heckenlandschaft von Domfront: Entdecken Sie diesen Regionalen Naturpark und Geopark mit seinen abwechslungsreichen Landschaften.

Grenzenlos entdecken

Der Blick schweift weit – bis zur Bucht des Mont Saint-Michel an den Rand der Bretagne. Mit der Aiguille de Mortain, der Fosse Arthour und den Alpes Mancelles zeigt das Armorikanische Massiv, eines der ältesten Gebirge Europas, hier seine letzten Erhebungen, bevor es sanft in die Kalkplateaus des Pariser Beckens übergeht. Die Entdeckung dieser abwechslungsreichen Landschaft fühlt sich wie ein kleines Abenteuer an – entlang ruhiger Flussläufe und verschlungener Pfade. Die Sarthe und die Varenne fließen meist gemächlich dahin, doch gelegentlich gewinnen sie an Tempo, während sich die Cance in kleinen Wasserfällen ihren Weg bahnt.

Lassen Sie sich von dieser Naturkulisse tragen – etwa bei einer Kajaktour, bei der sich mit etwas Glück seltene Arten wie die Flussperlmuschel oder der Weißfußkrebs entdecken lassen. Ob zu Fuß, mit dem Fahrrad, hoch zu Ross oder gemütlich in der Kutsche: durchqueren Sie die typische Heckenlandschaft, Heimat des Steinkauzes, und erkunden Sie die ausgedehnten Wälder von Andaines, Écouves, Perseigne und Sillé – zusammen fast 50.000 Hektar unberührte Natur.

Der Geopark Normandie-Maine, der 141 Gemeinden in vier Departements (Orne, Manche, Mayenne und Sarthe) vereint, engagiert sich für den Erhalt und die Aufwertung eines bemerkenswerten geologischen Erbes. Die Region zeichnet sich durch schroffe Naturstätten, markante Felsformationen, Aussichtspunkte und eine besonders reizvolle Landschaft aus.

Turm von Bonvouloir

Begeben Sie sich auf eine Zeitreise

Zahlreiche Schlösser und Ruinen durchziehen das Gebiet von Ost nach West und lassen die einstige historische Grenzregion erkennen. In Domfront, Lassay-les-Châteaux, Sillé-le-Guillaume und vielen weiteren Orten trotzen die einstigen Festungen stolz der Zeit. Inmitten dieser eindrucksvollen Landschaften laden auch Megalithstätten und das Museum für Vorgeschichte in Rânes dazu ein, mehr über die ersten Bewohner der Region zu erfahren.

10 Naturerlebnisse

  1. Beginnen Sie Ihre Reise in der Maison du Parc et du Géoparc – ein Ort zum Durchatmen, Picknicken und zum Erleben zahlreicher Konzerte, Aufführungen und Veranstaltungen im Jahresverlauf.
  2. Erklimmen Sie den Aussichtspunkt Belvédère des Avaloirs, den höchsten Punkt Nordwestfrankreichs, und genießen Sie den weiten Panoramablick über den Geopark.
  3. Erwandern Sie die felsigen Höhen des Westens und entdecken Sie legendäre Orte wie die Fosse Arthour – der Sage nach die letzte Ruhestätte von König Artus und Königin Guinevere.
  4. Folgen Sie den Spuren der ersten Bewohner des Geoparks, etwa zu prähistorischen Stätten wie der „Teufelstafel“ oder dem Themenpfad zur Entwicklung des Lebens.
  5. Durchstreifen Sie die Wälder von Écouves und Andaines auf gut ausgebauten Wanderwegen für jedes Niveau.
  6. Erkunden Sie die vielen Geostätten des Parks, unterstützt durch informative Tafeln und thematische Entdeckungstouren zur Geologie und Geschichte.
  7. Lassen Sie sich Zeit auf den drei großen Radwegen – der Véloscénie, der Vélofrancette und der Vélobuissonière – mit Streckenlängen zwischen 48 und 120 km.
  8. Lassen Sie Ihrer Fantasie freien Lauf in Saint-Céneri-le-Gérei, einem Künstlerdorf, das einst Corot und Courbet – Wegbereiter des Impressionismus – inspirierte.
  9. Bewundern Sie mittelalterliches Erbe und Handwerkskunst, etwa beim Besuch des Schlosses von Carrouges mit seiner beeindruckenden Bauweise und Geschichte.
  10. Entdecken Sie regionale Spezialitäten und traditionelles Handwerk, vom Birnenschaumwein „Poiré“ über Keramik bis hin zur Metallverarbeitung.
Pause à Bagnoles de l'Orne

Radtour im Geopark Normandie-Maine

Begeben Sie sich auf eine zweitägige Radtour durch das Herz des Orne – mit Stationen in Bagnoles-de-l’Orne, Alençon und Carrouges.

Sehenswertes in der Umgebung

  • Saint-Céneri-le-Gérei: Im Herzen der Alpes Mancelles gelegen, besitzt das kleine Dorf Saint-Céneri-le-Gérei einen ganz besonderen Charme – es zählt zu den schönsten Dörfern Frankreichs.
  • Alençon: Die Hauptstadt des Départements Orne ist weltweit bekannt für ihre kunstvolle Spitze, die „Dentelle d’Alençon“.
  • Schloss Carrouges: Ursprünglich eine Verteidigungsburg, wurde sie vom 14. bis zum 16. Jahrhundert aus Ziegelsteinen erbaut.