Im Süden der Normandie wartet mit der Stadt Alençon ein absolutes Schmuckstück und eine charmante Sehenswürdigkeit der Normandie auf Sie. Die Stadt, die den Beinamen „ancienne Cité des Ducs“ („ehemalige Stadt der Herzöge“) trägt, wird Sie mit Ihrer Altstadt und Ihrer mittelalterlichen Architektur verzaubern. International bekannt ist Alençon wegen ihrer Spitze, der „Point d’Alençon“. Die Technik war lange Zeit streng geheim, heute gehört die Spitze von Alençon zum immateriellen Weltkulturerbe der UNESCO.

Die Stadt der Herzöge

Genießen Sie das normannische Flair während eines Bummels durch die Fußgängerzone im Stadtzentrum von Alençon. Bestaunen Sie das wuchtige Schloss der Herzöge mit seinen Türmen. Reisen Sie in der Zeit beim Besuch der Basilika Notre Dame oder lernen Sie mehr über die Geschichte der Heiligen Theresa von Lisieux, die in Alençon geboren wurde.

Alençon ist außerdem das Tor zum regionalen Naturpark Normandie Maine. In den tiefen Wäldern können Sie nach Herzenslust Radfahren, Reiten oder Wandern. Stets treffen Sie in diesem Teil der Normandie auf kleine normannische Schlösser und Herrenhäuser, an deren Fassaden sich Rosen ranken und Hortensien, Blauregen und Clematis um die Wette blühen. Halten Sie hier und dort an und genießen Sie die gastronomischen Spazialitäten der Normandie wie Camembert, die würzige Boudin noir, Apfelkuchen oder Cidre.

Sehenswert in Alençon

Das Museum der Schönen Künste und der Spitze: Im 17. Jahrhundert erschafft Jean-Baptiste Colbert, Finanzminister des Sonnenkönigs Ludwig XIV., die „manufacture royale“ und begründet somit die französische Spitzenindustrie. Mit der Kreation eines französischen Spitzenstils will Colbert die Einfuhr ausländischer Spitze verhindern, insbesondere italienischer Spitze. Die Stickereischule von Marthe La Perrière, die es geschafft hatte, den venezianischen Spitzenstil zu reproduzieren und zu verfeinern, wurde um 1650 zu einer solchen „manufacture royale“. Die staatliche Unterstützung und das Können der Stickerinnen machte die Spitze von Alencon am Versailler Hof und in den europäischen Königshäusern zum Produkt der ersten Wahl. Im 19. Jahrhundert wurde sie sogar als „Königin der Spitzen“ in London ausgezeichnet.

Das Museum der Schönen Künste und der Spitze sammelt das materielle und immaterielle (Spitzen-)Erbe der Stadt seit 1875.

Das Geburtshaus der Heiligen Theresa von Lisieux: Die heilige Theresa von Lisieux wurde am 2. Januar 1873 in Alençon geboren. Ihre Tagebücher, die nach Ihrem frühen Tod 1897 von Ihrer Schwester veröffentlicht wurden, geben Ihnen einen Einblick in die Gefühls- und Gedankenwelt der Karmelitin. Ihre Ausführungen über das (geistliche) Leben haben viele Menschen inspiriert und besonders während und nach dem Ersten Weltkrieg Trost gespendet. Die Heilige Theresa von Lisieux wurde bereits 1925 heilig gesprochen, ihre Eltern Louis und Zélie Martin wurden 2015 von Papst Franziskus heilig gesprochen. Die Basilika von Lisieux ist ihr geweiht.

Die Basilika Notre Dame: Das Kirchenschiff aus dem 15. Jahrhundert, das große Eingangstor im gotischen Flamboyant-Stil aus dem 16. Jahrhundert, Fensterglas von 1530 und der Chor und der Kirchenturm aus dem 18. Jahrhundert machen die Basilika Notre Dame zu einem eindrucksvollen architektonischen Ensemble.

Das Haus Ozé: Ein wunderschönes Beispiel eines Familiensitzes aus dem 15. Jahrhundert. Die Familie Coustelier bewohnte lange Zeit dieses Haus, heute ist darin die Tourismusinformation untergebracht.

Cathédrale d'Alençon

Das Schloss der Herzöge (14. und 15. Jahrhunderte) : Die massive und trutzige Burg an der Avenue Foch mit ihren zwei Türmen ist Sinnbild für die Macht und Stärke der normannischen Herzöge im Mittelalter.

Die Getreidehalle : Ein Wahrzeichen der Stadt. Die runde Halle wurde zwischen 1811 und 1819 gebaut.

Die Bibliothek von Alençon: Die Bibliothek befindet sich in der Kapelle des ehemaligen Jesuitenordens. Die Holzverkleidungen aus dem 18. Jahrhundert stammen aus der Abtei du Val Dieu aus Belgien.

Das Viertel Saint-Léonard: In diesem Viertel tauchen Sie ein in das Mittelalter von Alençon. Folgen Sie den alten Straßen in konzentrischen Kreisen von der Kreuzung „Carrefour des Etaux“ durch das Viertel. Zahlreiche mittelalterliche Fassaden, Fenster, Treppen und Balkone aus Edelstahl bilden ein charmantes Gesamtbild.

Die Kapelle Notre-Dame de Lorette: Im Montsort-Viertel ist diese Kappelle, die etwa um 1680 erbaut wurde, auf jeden Fall eine Besichtigung wert.

Das sollten Sie nicht verpassen

  • Das Museum der Schönen Künste und der Spitze
  • Die Basilika Notre Dame
  • Das Haus Ozé

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