Der regionale Naturpark Perche ist absolut sehenswert und ein echter Geheimtipp in der Normandie. Hier erkunden Sie ausgedehnte Wälder, kleine mittelalterliche Städte und treffen auf das normannische Percheron-Pferd.
Die Überraschung im Süden der Normandie: Der regionale Naturpark Perche

Der Name Perche leitet sich vom indo-europäischen „Perk“ und dem lateinischen „Pertica“ ab und bedeutet so viel wie „große Bäume“. Der Perche gilt mit seinen Jahrhunderte alten Eichen- und Buchenwäldern zurecht als das „Land der großen Bäume“ in der Normandie. Einmal bei einem Normandie-Urlaub entdeckt, verlieren nicht wenige Reisende ihr Herz an die sanften Hügel, die Magie der tiefen Wälder und die wunderschönen, ocker- bis rosé-farbenen Herrenhäuser. Der Perche ist ein tolles Beispiel dafür, dass die Normandie auch fernab der Küste einfach zauberhaft authentisch und romantisch ist.
Sehenswertes im Perche
- Ein Antiquitäten- und Trödel-Paradies: Der Perche gehört zu den TOP-Destinationen für Antiquitäten und Trödel in Frankreich. Aus ganz Europas kommen Interessierte in den Perche auf der Suche nach den schönsten Möbeln und Einzelstücken. In La Perrière, Mortagne-au-Perche oder Bellême lässt es sich wunderbar stöbern…
- Mortagne-au-Perche, eine „Cité de caractère“ (Städtchen mit Charakter). Verpassen Sie hier nicht das Portal Saint Denis (12.-16. Jahrhundert) und die Stadthäuser aus dem 16.- 18. Jahrhundert.

- Bellême: Die mittelalterliche Stadt des Perche mit ihrem großen Eichenwald ist ein Highlight. Ein tolles Wanderziel ist die 42 Meter hohe Eiche im Wald von Bellême.

- Das Dorf La Perrière: Das Stadtzentrum mit seinen typischen Häusern, den Trödelgeschäften und den Tee-Salons ist sehr charmant. La Perrière liegt auf einem Hügel und thront sozusagen über dem Perche. Zahlreiche internationale Künstler aus den USA, Australien oder Neuseeland lassen sich hier zeitweise nieder. Auch die Modeschöpferin Chantal Thomass hat hier einen Wohnsitz. Jedes Jahr im Frühsommer findet in La Perrière ein Kunstmarkt statt.
- Das Manoir de Courboyer und das Haus des Naturparks Perche: In Nocé befindet sich ein Herrenhaus aus dem 15. Jahrhundert (als historisches Denkmal eingestuft) mit einem wunderschönen 65 Hektar großen Anwesen. Die Anlage lädt dazu ein, die Geschichte der Herrenhäuser im Perche kennenzulernen. Sie beherbergt eine Sammlung historischer Objekte, darunter insbesondere die Fahne der Ligueure – eine Kriegsbeute aus der Schlacht von Mortagne im Jahr 1594.
- Château Saint-Jean in Nogent-le-Rotrou mit seinem Bergfried aus dem 11. Jahrhundert und den Schlossgebäuden aus dem 12. und 13. Jahrhundert. Heute sind darin das Museum von Nogent und temporäre Ausstellungen untergebracht.
- Écomusée du Perche: Die Vielfalt der Sammlungen zeichnet das ländliche Leben im Perche vom 19. Jahrhundert bis in die 1960er-Jahre nach – darunter rekonstruierte Werkstätten traditioneller Handwerker. Regelmäßig werden zahlreiche Aktivitäten rund um alte Handwerkskünste angeboten, ebenso wie Wechselausstellungen in der Prioratskirche.
- Die Route der Herrenhäuser und der Traditionen: Die Essenz des Perche auf 87 Kilometern und 21 Etappen. Beginnen Sie in Nocé und lassen Sie sich auf dieser Route begeistern von einigen der schönsten Herrenhäuser des Perche.
- Muséales de Tourouvre: Die Muséales beherbergen das Haus der französischen Auswanderung nach Kanada. Das Thema Auswanderung wird aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchtet – wirtschaftlich, soziologisch, demografisch und genealogisch.
Anreise in den Perche
- Mit dem Zug: Ab Paris erreichen Sie das Perche über den Bahnhof Nogent-le-Rotrou.
- Mit dem Bus: Ab Nogent-le-Rotrou bedienen die Linien 417 und 418 des Nomad-Car-Netzes mehrere Städte und Dörfer im Perche (Bellême, Mortagne-au-Perche, La Chapelle-Montligeon …).
- Mit dem Fahrrad: Die Véloscénie ist eine Radroute, die Paris mit dem Mont-Saint-Michel verbindet und durch das Perche führt.
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