Der D-Day 1944 hinterlässt für immer seine Spuren in der Normandie. Während unseres Familienurlaubs in der Normandie finden Christian und ich, es wichtig, unseren Kindern Lukas (10) und Anna (8) Geschichte zu erklären. Die kindgerechten D-Day-Museen und Aktivitäten stellen wir Ihnen auf dieser Seite vor.

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1.

Das Juno-Beach Museum im kanadischen Sektor der Landungsstrände

Das moderne Juno-Beach Museum ist unser Favorit, wenn es um kindgerechte D-Day-Museen geht. Es liegt direkt am Strand und erklärt sehr einfühlsam, wieso die kanadischen Soldaten beim D-Day kämpften, welchen hohen Preis sie dafür zahlten und wie sie erinnert werden möchten. Die vielen interaktiven Elemente sind für Kinder ideal, um Geschichte zu verstehen. Führungen durch die Atlantikwall-Bunker auf dem Gelände werden von jungen Kanadierinnen und Kanadiern in Englisch organisiert. Neu seit 2020: Das Juno Beach Center kann ab jetzt mit einer deutschsprachigen App besichtigt werden! Nach der Besichtigung können die Kinder am Strand spielen, denn auch das sind heute die Landungsstrände.

Das Juno-Beach Museum im kanadischen Sektor der Landungsstrände
Juno Beach Center mit Kindern - Courseulles-sur-Mer © Danielle Dumas

Praktische Informationen

Juno Beach Center
Voie des Francais Libres
14470 Courseulles-sur-Mer

2.

D-Day Experience: Die Geschichte der D-Day-Fallschirmspringer

D-Day Experience lädt Besucher seit 2015 ein, die Geschichte der D-Day-Fallschirmspringer immersiv und lebendig nachzuvollziehen. Wir werden in einem großen Hangar willkommen geheißen und erhalten eine kurze Einführung durch das Museumspersonal, und dann geht es auch schon los: Wir werden vom Hologramm des amerikanischen Colonel Wolverton über die Mission der D-Day-Fallschirmspringer gebrieft, und betreten anschließend ein authentisches Truppentransport-Flugzeug des 2. Weltkriegs. Während eines simulierten, siebenminütigen Fluges in 4D starten wir in England und fliegen über den Ärmelkanal in Richtung normannische Küste. Erklärungen und Videomaterial hilft uns, in die Geschichte einzutauchen. Ein eindrückliches Erlebnis.

Praktische Informationen

D-Day Experience
2 village de l'Amont Saint-Come-du-Mont
50500 Carentan-Les-Marais

3.

Das Airborne-Museum in Sainte-Mère-Église

Gegenüber des Kirchturms von Sainte-Mère-Église, an dem der Fallschirmspringer John Steele in der Nacht vom 6. Juni 1944 hängen blieb (und später gerettet werden konnte), befindet sich das Airborne-Museum. „Guck mal, das sieht ja aus wie ein Fallschirm!“, ruft Lukas, und zeigt auf das Museumsgebäude. Und tatsächlich hat das Dach des Museums die Form eines luftigen Fallschirms. Neben einem klassischen Museumsbereich, den wir mit deutschsprachigen Tablets entdecken können, bietet das Museum auch ein interaktives Erlebnis. An Bord eines C47-Fliegers erleben wir, wie es den amerikanischen Fallschirmspringern während des D-Day ergangen ist. Sound- und Lichteffekte vermitteln einen Eindruck von der nächtlichen Operation.

Das Airborne-Museum in Sainte-Mère-Église
Airborne Museum in Sainte-Mère-Église © Francis Cormon

Praktische Informationen

Airborne Museum
14 rue Eisenhower
50480 Sainte-Mère-Eglise

4.

Die Pointe du Hoc - eine Kletter-Herausforderung am 6. Juni 1944

Die Pointe du Hoc bei Criqueville-en-Bessin ist 1944 eine sehr stark befestigte Landspitze gewesen. „Was ist denn hier passiert?!“, entfährt es Christian, als wir die Klippen erreichen. Vor uns: riesige grüne Krater – Bombeneinschläge aus dem 2. Weltkrieg, und ein Bunker des Atlantikwalls. Wir erfahren, dass amerikanische Ranger-Truppen, speziell ausgebildete Kletterer, am Morgen des 6. Juni vom Meer aus diese Landspitze erklimmen mussten – bei stürmischer See! Sie hatten die Aufgabe, den Bunker einzunehmen, während in Ihrem Rücken Kriegsschiffe der Alliierten auf den Küstenabschnitt feuerten. Wir bekommen eine Gänsehaut – 75 Jahre danach, bei schönstem Sonnenschein. Gerade so halte ich Lukas und Anna davon ab, in die Krater hinab zu steigen, denn das ist noch heute gefährlich. Wir sind mitten am Tag an der Pointe du Hoc, zusammen mit vielen Besuchern aus aller Welt. Wer es ruhiger mag, der sollte früh morgens zur Pointe du Hoc fahren.

Die Pointe du Hoc - eine Kletter-Herausforderung am 6. Juni 1944
Landspitze Pointe du Hoc in Criqueville-en-Bessin © Michel Dehaye

Praktische Informationen

Pointe du Hoc
14450 Criqueville-en-Bessin
Frei zugänglicher Originalschauplatz des D-Day 1944.

5.

Das 360°-Kino von Arromanches-les-Bains

Auf den Klippen von Arromanches-les-Bains steht das 360°-Kino, das den D-Day und die 100 Tage danach, d.h. die Schlacht der Normandie, eindrucksvoll erzählt. Bevor wir uns jedoch den 10-minütigen Film ansehen, blicken wir von den Klippen auf die Küste: Bis weit ins Meer hinaus können wir die Reste des künstlichen Hafens von Arromanches sehen, den wir bereits auf unserer Tour entlang der Landungsstrände besucht haben. Im Kino selbst wird es sehr emotional, eindrucksvolle Bilder, Videos und Originalaufnahmen zeigen die Alliiertenlandung, die Schlacht der Normandie und die Normandie heute – eine Region, die für Frieden steht. Für größere Kinder geeignet, mit jüngeren Kindern bietet sich eine Besichtigung der Küste von Arromanches an.

Das 360°-Kino von Arromanches-les-Bains
360 Grad Kino in Arromanches-les-Bains © Thierry Houyel

Praktische Informationen

Arromanches 360 - Cinéma Circulaire
Chemin du Calvaire
14117 Arromanches-les-Bains

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D-Day: Ein Besuch der Landungsstrände als Familie

D-Day: Ein Besuch der Landungsstrände als Familie

Der Fallschirmjäger auf dem Kirchendach

Der Fallschirmjäger auf dem Kirchendach

Normandie – Region der Freiheit

Normandie – Region der Freiheit

Das sollten Sie nicht verpassen

Unsere Seite über den D-Day in der Normandie sowie Erinnerungsorte und Memorials

Die Landungsstrände des D-Days 1944