Sainte-Mère-Eglise ist ein kleines Städtchen ganz in der Nähe von Utah Beach. Es ist berühmt, weil sich am 6. Juni 1944 am Kirchturm von Sainte-Mère-Église der Soldat John Steele während der Operation Overlord mit seinem Fallschirm verfing. Erfahren Sie hier mehr über den Zweiten Weltkrieg in der Normandie.
Die Fallschirmspringer vom 6. Juni 1944
Auf dem Marktplatz von Sainte-Mère-Eglise landeten in der Nacht vom 5. auf den 6. Juni 1944 unzählige amerikanische Fallschirmspringer. Die Erinnerung an den D-Day 1944 ist in der Normandie noch immer sehr präsent. Die Kirche, das Airborne-Museum oder die Bunkeranlage Batterie von Azeville erinnern daran, wie fragil und schützenswert der Frieden ist.
Neben dem Kirchturm, an dem sich der Fallschirm des amerikanischen Soldaten John Steele verfing, ist die Eglise de Sainte-Mère (dt. „Kirche der Heiligen Mutter“) bekannt für ihre bunten Kirchenfenster, die der Landung der alliierten Truppen an den Stränden der Normandie gewidmet sind. Zu sehen ist eine von Flugzeugen und Fallschirmspringern umgebene Jungfrau.
Zur Geschichte des amerikanischen Fallschirmjägers
In der Nacht vom 5. auf den 6. Juni 1944 sprangen Fallschirmjäger der 82. US-Luftlandedivision bei Sainte-Mère-Église ab, um die Invasion der Alliierten im Hinterland der Küste abzusichern. Einige aber landeten mitten im Ort – unter anderem auf dem Dach der Kirche, die infolge eines Luftangriffes gerade brannte. Einer von ihnen war der Soldat John Steele. Er verfing sich mit seinem Fallschirm im Kirchturm – und blieb dort hängen, stundenlang.
Natürlich schossen die deutschen Verteidiger auf die Fallschirmjäger – auch auf Steele, der sich daraufhin tot stellte. Als ein deutscher Soldat ihn auf der Suche nach Schokolade und Zigaretten losschnitt und bemerkte, dass der „Ami“ noch lebte, nahm er ihn gefangen. Steele aber konnte fliehen und schloss sich wieder seiner Einheit an.
Berühmt wurde der „Fall Steele“ so richtig erst durch den Film „Der längste Tag“, der die Ereignisse aus dieser Nacht rekonstruierte. Seitdem ist Sainte-Mère-Église gleichsam weltberühmt – und der Ort tut alles, um die Erinnerung an diesen Fallschirmabsprung aufrecht zu erhalten: Auf dem Dach der Kirche hängt eine uniformierte Fallschirmjägerpuppe.
Das Airborne Museum widmet sich ebenfalls den Fallschirmspringern des D-Days 1944. Die moderne App „Histopad“ führt auf Deutsch durch das Museum. Zu sehen sind die Ausstattung der Fallschirmspringer und immersive Elemente, mit denen die Nacht vom 5. auf den 6. Juni lebendig wird. Außerdem sehenswert: die Sammlung von Land- und Luftfahrzeugen sowie historische Dokumente.
Gedenkfeiern: Jedes Jahr um den 6. Juni finden in Sainte-Mère-Eglise Gedenkfeiern zur Erinnerung an den 6. Juni 1944 statt.

14 rue Eisenhower 50480 SAINTE-MERE-EGLISE
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Ein Blick hinter die Kulissen des Airborne Museums
Sainte-Mère-Église
Mit dem Kajak inmitten der Wahrzeichen des D-Days
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