Der D-Day 1944 in der Normandie gehört zu den größten Militäroperationen aller Zeiten und prägt die Normandie als Region der Freiheit noch heute. Doch was ist der D-Day eigentlich? Wann war der D-Day und was bedeutet die Bezeichnung „D-Day“? Wie lief dieser historische Tag ab und wie wurde er vorbereitet? Auf dieser Seite fassen wir den historischen Ablauf zusammen und klären grundlegende Fragen. Am Ende des Artikels finden Sie außerdem weiterführende Links zur Vorbereitung auf Ihren Besuch an den Landungsstränden der Normandie.

Was ist der D-Day?

Als D-Day bezeichnet den 6. Juni 1944. Den Tag, an dem alliierte Truppen (USA, Großbritannien, Kanada, Frankreich) 1944 an den Stränden der Normandie landeten und eine zweite Front gegen das Dritte Reich im Westen eröffneten. Der D-Day ist Teil der Operation Overlord, die den Feldzug der alliierten Armee in Nordfrankreich bis zur Befreiung von Paris am 25. August 1944 beschreibt.

Was bedeutet „D-Day“?

„D-Day“ bezeichnet den Stichtag einer militärischen Operation und wurde das erste Mal 1918 im Ersten Weltkrieg im Zusammenhang mit der Schlacht von St. Mihiel verwendet. Ein vergleichbarer Ausdruck auf Deutsch wäre „Tag X“. Der Ausdruck wird heute oft als Synonym zur Landung der westlichen Alliierten in der Normandie verwendet.

Wann war der D-Day in der Normandie?

Der D-Day fand am 6. Juni 1944 statt. Doch warum wurde ausgerechnet dieses Datum gewählt? Ursprünglich war der Angriff in der Normandie für Mai 1944 geplant. Im Januar 1944 jedoch entschieden die alliierten Befehlshaber Eisenhower (USA) und Montgomery (UK), der militärischen Operation zwei zusätzliche Landungsstrände – Utah Beach und Sword Beach – hinzuzufügen. Dies bedeutete eine größere Truppenbewegung, das Datum wurde deshalb auf Anfang Juni verschoben. Bei dem Angriff über den Ärmelkanal auf das besetzte Nordwestfrankreich waren außerdem noch weitere Details wichtig. Der Angriff musste in einer Vollmondnacht geschehen, damit die alliierten Fallschirmspringer sich orientieren können. Außerdem mussten die alliierten Soldaten die Küste bei auflaufender Flut erreichen, um den Hindernissen am Strand ausweichen zu können, die Oberbefehlshaber Rommel dort hatte aufstellen lassen. Der Zeitraum wurde deshalb auf den 5./ 6. oder 7. Juni festgesetzt. Nachdem am 5. Juni 1944 ein schwerer Sturm den Ärmelkanal fest im Griff hielt, wurde der Angriff zunächst verschoben. Die Wettervorhersagen meldeten jedoch einen kurzzeitigen Wetterberuhigung für den 6. Juni – eine Chance, die die Alliierten ergriffen.

Warum die Strände der Normandie?

Die Entscheidung, den alliierten Angriff an den Stränden der Normandie auszuführen, hatte mehrere strategische Gründe. Die Nationalsozialisten gingen davon aus, dass ein Angriff der Westalliierten in Nordfrankreich bei Calais stattfinden würde, da hier die Entfernung zwischen Frankreich und England am geringsten ist. Dementsprechend rüsteten sie diesen Bereich auf. Die weiter entfernten Strände der Normandie, zwischen der Mündung der Seine und Cherbourg, waren weniger geschützt. Die Alliierten entschieden sich für die Strände der Normandie, um dieses Überraschungsmoment auszunutzen. Auch entschieden Sie sich gegen einen Frontalangriff auf die von den deutschen Truppen stark befestigten Häfen der Normandie. Sie planten stattdessen einen Angriff auf die normannischen Strände zwischen Ouistreham und Sainte-Mère-Église. Um die Masse an Menschen und Material von der Küste ins Inland bewegen zu können, wurden künstliche Häfen entworfen. Diese wurden von England über den Ärmelkanal in Einzelteilen an die Küste der Normandie transportiert und vor Ort zusammengesetzt. Eine logistische Meisterleistung, die noch heute zum Beispiel in Arromanches-les-Bains zu sehen ist. Mit einem Ablenkungsmanöver hielten die Alliierten den Eindruck aufrecht, doch in Nordfrankreich angreifen zu wollen. Erfundene Armeen und aus der Luft sichtbare Attrappen in Schottland und Dover bildeten die Operation „Fortitude“.

Zusammenfassung: Der D-Day 1944 und die Schlacht um die Normandie

Die Schlacht um die Normandie, die mit dem D-Day am 6. Juni 1944 beginnt, dauert knapp drei Monate. Viel länger also, als von den Alliierten zu Beginn geplant. Die Befreiung der normannischen Städte geschieht nur langsam und Stück für Stück. Bis Ende Juli 1944 landen in der Normandie 1,5 Millionen alliierte Soldaten und kämpfen gegen eine halbe Million deutsche Soldaten. Die Normannen begegnen am Ende den Alliierten, auf die sie so lang gewartet haben. Aber die Freude über die Befreiung hat einen bitteren Beigeschmack. Zu schlimm sind die traumatisierenden Erlebnisse, die Zerstörungen und die Kämpfe in ihren Städten mit insgesamt knapp 20.000 toten Zivilisten. Und doch heißen die Normannen die Alliierten willkommen, man trinkt gemeinsam Calvados und Cidre.

Chronologie: Der D-Day in Etappen

Auf dieser Seite informieren Sie sich über die Etappen des D-Days und der Schlacht in der Normandie.

Erinnerungsort „Die Mutigen“ (Les Braves) am Omaha Beach ©smuki – Fotolia.com

Weitere Informationen und Links

Die Informationen auf dieser Seite sollen Ihnen einen ersten Eindruck von der D-Day Geschichte in der Normandie geben. Detaillierte Informationen und historische Hintergründe auf Deutsch finden Sie auf der Website http://histoire.normandie-dday.com/de/ .

Um Ihren Besuch an den Landungsstränden der Normandie optimal vorzubereiten, empfehlen wir Ihnen unsere D-Day Broschüre.

Karte der D-Day Landungsstrände in der Normandie : Utah, Omaha, Gold, Juno et Sword
D-Day Karte: Landungsstrände 1944 © Normandie Tourisme

D-Day: Ein Besuch der Landungsstrände als Familie

D-Day: Ein Besuch der Landungsstrände als Familie

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