Im Jahre 1883 lässt sich Monet mit seiner Gattin Alice Hoschedé und den acht Kindern in Giverny nieder. Er mietet ein großes Haus mit Obst- und Gemüsegarten. Dort widmet er sich seinen beiden Passionen, Malerei und Botanik. Außer einigen seltenen Reisen innerhalb Frankreichs und einigen Auslandsaufenthalten, verlässt er 43 Jahre lang seinen „Schlupfwinkel“ nicht mehr. Sein Garten, der vom Frühlingsanfang bis zum Herbstende in Blüte steht, bildet die wesentlichen Inspirationen für sein Schaffen.

Claude Monet in Giverny

Maison Claude Monet Giverny

Als sich Monet in Giverny niederlässt, gibt es vor dem Haus nur einen bescheidenen Gemüsegarten. Den verwandelt er alsbald in einen entzückenden Garten im französischen Stil, den Clos Normand. Erst zehn Jahre später beginnt er mit den umfangreichen Arbeiten zum Bau seines Seerosen-Teiches.

Die Errichtung der japanischen Holzbrücke und das Anpflanzen exotischer Gewächse verstärken noch das orientalische Ambiente dieses Paradieses am Wasser.

Aus Japan übernimmt Monet die Beschäftigung mit einem Thema als Serie. Das betrifft zuerst die Heuhaufen (Meules). Danach wendet er sich den Pappeln (Peupliers) zu, die das Ufer der Epte säumen. In seinem Atelier schließt er die Serie über die Kathedrale von Rouen ab. Es folgten die Matinées sur la Seine, die seinen Ruf als größtem Maler des Jahrhunderts noch untermauern. Danach widmet er sich fast ausschließlich den Blumen seines Gartens, insbesondere den Seerosen. In seiner Bildgestaltung weicht das Konkrete mehr und mehr dem Spiel mit dem Licht, womit er sich der abstrakten Malerei nähert. Kandinsky wird ihm deshalb später seine Referenz erweisen.

Exposition au musée des Impressionnismes

Die Anziehungskraft von Giverny

Wenn er nicht an seinen großen Serien arbeitet, malt der Künstler unter freiem Himmel direkt vor Ort, und das bei jedem Wetter und zu jeder Jahreszeit. So entstehen die Ansichten aus seiner Region, die Ufer der Epte, das Dorf Vétheuil, die Kirche von Vernon…

Monet führt ein offenes Haus und empfängt zahlreiche Besucher. Darunter natürlich seine Malerfreunde Pissarro, Caillebotte und Heleu, Sisley, Cézanne, der sich im Hotel Baudy einmietet, Rodin, Renoir, Berthe Morisot

Viele Maler aus fremden Ländern eilen nach Giverny, um an der Seite des Meisters und nach dessen Anweisungen zu arbeiten: Amerikaner, Engländer und sogar ein Tscheche. Ihre Bilder im Esprit von Monet sorgen für das weltweite Renommee von Giverny, jenem kleinen Dorf im Département Eure, das seinem berühmten Bewohner nahezu alles zu verdanken hat.

Praktische Informationen

Haus und Gärten von Claude Monet
84 rue Claude Monet
27620 Giverny
0033(0)2 32 51 28 21
 
Musée des Impressionnismes
99 rue Claude Monet
27620 Giverny
0033(0)2 32 51 94 65
 
Das ehemalige Hôtel Baudy
81 rue Claude Monet
27620 Giverny
0033(0)2 32 21 10 03
 
Hotel-Restaurant Le jardin des plumes
1 rue du Milieu
27620 Giverny
0033(0)2 35 54 26 35
 
Hotel-Restaurant La Musardière
123 rue Claude Monet
27620 Giverny
0033(0)2 32 21 03 18
 
Hotel-Restaurant Château Corneille
17 rue de l’église
27600 Le Val-d’Hazey
0033(0)2 32 77 44 77

Das Museum von Vernon
12 rue du pont
27200 Vernon
0033(0)2 32 21 28 09
vernon27.fr
 
Das Museum Hôtel-Dieu
1 rue Thiers
78200 Mantes-la-Jolie
0033(0)1 34 78 86 60
manteslajolie.fr
 
La Seine à Vélo
Radfahren von Paris bis ans Meer
 

Wer war Monet wirklich?

Wer war Monet wirklich?