Falaise war der Hauptsitz der Herzöge der Normandie und ist im Jahr 1027 der Geburtsort von Wilhelm dem „Bastard“, dem Herzog der Normandie, späteren König von England und einer der berühmtesten Persönlichkeiten des normannischen Mittelalters. Den Beinamen „der Bastard“ erhält Wilhelm, weil er der Sohn von Robert dem Schönen, Herzog der Normandie, und Arlette, Tochter eines Handwerkers, ist. Der spätere König von England nimmt sein Schicksal in die Hand und geht unter dem Namen „Wilhelm der Eroberer“ in die Geschichte ein.

Geburtsort von Wilhelm dem Eroberer

Statue de Guillaume le Conquérant

Falaise befindet sich zwischen der normannischen Schweiz und dem Pays d‘Auge, umgeben von fruchtbarer Natur und grünen Tälern. Diese Umgebung ist ideal für Aktivurlaub und Freizeitaktivitäten. Ob Mountainbike-Touren, Wandern, Kajaken, in Falaise und Umgebung entdecken Sie aktiv den Geburtsort Wilhelm des Eroberers.

Falaise, wichtiges Handels- und Handwerkszentrum, hat früh den wirtschaftlichen Wohlstand kennengelernt. Zeuge dieser Zeit ist das mittelalterliche Schloss, das die Stadt dominiert. Falaise ist eine Stadt, die im Jahre 1944 vor ihrer Befreiung am 16. August schwer getroffen wird. Mehr als 85 % der Stadt werden durch Bombardierungen zerstört. Bei der Schlacht im sogenannten „Kessel von Falaise“ haben britische, amerikanische, kanadische, polnische und französische Truppen die Männer von Rommel umzingelt und ihnen eine heftige Niederlage versetzt. Ein Zeichen für das Ende der Kämpfe in der Normandie.

Zu entdecken in Falaise

Le château de Falaise

Schloss von Wilhelm dem Eroberer: Dieses Schloss aus dem 12. Jahrhundert, auf einem steinigen Felsvorsprung zwischen den Tälern Ante und Marescot gelegen, ist seit 1840 denkmalgeschützt. Es zeigt die Macht der Herzöge der Normandie.

Automates avenue: Einmalige Sammlung von 300 Puppen, die sich automatisch bewegen, von Anfang des Jahrhunderts bis in die 50er Jahre. Nachbildung der Straßen von Paris sowie der Menschen von damals. Eine außergewöhnliche Inszenierung.

 Musée Lemaître: Es wurde im Jahr 2000 eröffnet und stellt den künstlerischen Werdegang des gebürtigen Falaiser Lemaître dar.

Mémorial zur Zivilbevölkerung im 2. Weltkrieg: Wie sah der Alltag der französischen Bevölkerung während des Zweiten Weltkrieges aus? Wie wurde umgegangen mit Lebensmittelknappheit, Besatzung und den Bombardierungen, die auf den D-Day im Juni 1944 folgten? Das neue „Mémorial der Zivilgesellschaft im Krieg“ (Eröffnung Mai 2016) stellt die Zivilbevölkerung in den Mittelpunkt der Betrachtung. Auf drei Ebenen zeigt das Museum den Alltag der französischen Bevölkerung, die Repressionen und die Wege in den Widerstand sowie die Verfolgung der Juden in Frankreich. Auch normannische Schicksale und europäische Perspektiven auf die Geschichte finden Ihren Platz. Moderne Tablet-PCS begleiten durch die Ausstellung.

Mémorial de Montormel-Coudehard: Das Memorial widmet sich der letzten, entscheidenden Schlacht in der Normandie 1944 im „Kessel von Falaise“. Alliierte Truppen schlossen in der Nähe von Falaise die deutschen Gegner ein und beendeten die Kämpfe in der Normandie. Ein Parcours erklärt die verschiedenen Manöver und gibt Hintergrundinformationen.

In der Umgebung

Argentan
Eglise St Germain à Argentan © packshot – fotolia.com
Château de Guillaume-le-Conquérant à Caen
Schloss Wilhelm des Eroberers in Caen © PackShot – Fotolia.com

Praktische Informationen

Tourist-Information von Falaise

3D-Zeitreise ins Mittelalter mit Kindern

3D-Zeitreise ins Mittelalter mit Kindern

Das Memorial von Montormel

Das Memorial von Montormel