An der Nez de Jobourg ist die Stimmung wild und geheimnisvoll, hier ragt die Felsküste der Normandie 128 Meter in die Höhe. Die Nez de Jobourg am Cap de la Hague ist damit das höchste Kap der Normandie. Egal, zu welcher Jahreszeit und bei welchem Wetter Sie in die Normandie reisen, hier erwartet Sie stets ein atemberaubendes Spektakel aus Klippen, Wind, Dünen, Strand und Wellen.
Warum sich ein Besuch der Nez de Jobourg lohnt
Im äußersten Nordwesten der Normandie glaubt man sich an der an der Landspitze Nez de Jobourg am Ende der Welt. Ihr Blick schweift von hier aus über den Ärmelkanal zum Cap de Flamanville, am Horizont erblicken Sie die anglo-normannische Insel Alderney, die kleine Schwester der Inseln Jersey und Guernsey. Die Wellen donnern an die Steilküste, der Wind weht Ihnen um die Nase, Möwen kreischen, sie spüren förmlich die Kraft der Elemente und ein Gefühl der Freiheit erfasst Sie.
Bei Ebbe enthüllt die Küste der Nez de Jobourg Ihnen ihre Geheimnisse. Sie können dann die Grotte du Lion (Grotte des Löwen) und die Grotte de l’Église (Kirchen-Grotte) bei einer geführten Klettertour besichtigen. Beachten Sie jedoch, dass ausschließlich geführte Touren erlaubt sind, denn der Abstieg ist gefährlich. Viele Schiffe sind bereits am Cap de la Hague zerschollen, hier herrschen mit bis zu 12 Knoten die mitunter stärksten Strömungen des Ärmelkanals. Der Legende nach wurden die Grotten – wie so viele geheime Orte entlang der normannischen Küste – von Tabak-Schmugglern als Versteck genutzt. Falls Ihnen eine Klettertour zu abenteuerlich ist, können wir Sie beruhigen: Die Aussicht von den Felsen auf das Meer bei einem Spaziergang ist auch so einfach phänomenal!
Ein Stückchen weiter im Landesinneren wartet das Städtchen Jobourg auf Sie mit seinen schützenden Weilern, ehemaligen Viehställen, dem Dorf-Brunnen sowie den vielen kleinen Granithäusern mit ihren blauen Dächern aus Schiefer. Die Natur der Nez de Jobourg zeigt sich Ihnen je nach Jahrezeit in einem anderen Kleid: Im Frühjahr taucht der Stechginster die Küste in ein zartes Gelb, die Heide überzieht die Landschaft im Sommer mit einem satten Violett und im Herbst färben Farne die Landschaft rötlich.

Sehenswertes an der Nez de Jobourg
- Kirche von Jobourg: Gut eingebettet und solide gebaut steht die Kirche Notre-Dame mitten im Pfarrbezirk – als könne ihr weder Sturm noch Zeit etwas anhaben.
- Die Brequets: Dieser von den Wikingern überlieferte Ortsname bedeutet „weite Riffe“. Tatsächlich handelt es sich um große Felsen, die unweit der Küste aus dem Meer ragen.
- Die Ziegen: Seien Sie nicht überrascht, wenn Ihnen bei einem Spaziergang eine Jobourg-Ziege begegnet. Glauben Sie bloß nicht, ihr Besitzer habe das Gehege schlecht verschlossen – diese Tiere sind wild und spielen eine entscheidende Rolle für die Pflanzenwelt an den Klippen. Sie sind ein unverzichtbares Glied im Ökosystem von Jobourg.