Das Hinterland

Sanfte Hügel, grüne Wälder und die typischen Apfelbaumwiesen, auf denen die normannischen Kühe grasen, prägen der Bild des Hinterlandes. Hier und da ein kleines Dorf - eines hübscher als das andere. Jede Dorfkirche ist einen Besuch wert und die Dorfmärkte laden ein, die lokalen Produkte frisch vom Feld zu probieren.

Le Pays de Caux - le Pays de Bray - Le Vexin Normand

Dieser Landstrich besticht besonders durch die vielen Obstplantagen und Weideflächen. Die weitreichenden und beschaulichen Plateaus der Pays de Caux und das sogenannte Vexin Normand überragen das Meer sowie das Seinetal. Der Fluss Epte, ehemals Grenz- und Schutzwall der zahlreichen Burgen, der Fluss Bresle, welcher durch die Wälder von Lyons-la-Forêt begrenzt wird, die Flüsse Eu, Béthune und Duzende andere Wasserläufe schlängeln sich durch die naturbelassenen und saftig grünen Täler. Die Felsen von Sotteville-sur-Mer zählen nicht zu den höchsten Felsen der Alabasterküste, aber sie bieten einen der schönsten Ausblickpunkte über die Küstenlinie. Bei guter Sicht kann man sogar Dieppe und Saint-Valéry-en-Caux sehen.

Le Pays d'Ouche

Weiter südlich und in die Percheebene übergehend, liegt das Pays d`Ouche, ein Landstrich welcher für seine wasserdurchzogenen und terrassenförmigen Plateaus bekannt ist. Hier fließen beispielsweise die Bäche Touques und Iton. Entlang des Tals des Flusses Eure finden sich zahlreiche malerische Plätzchen und architektonische Besonderheiten, wie die aus dem 15. Jahrhundert stammende Kirche in Ivry-la-Bataille. Aber auch die Städte Cocherel, Acquigny, Louviers und Pont de l'Arche, wo der Fluss in die Seine mündet, sind einen Besuch wert.

Das Seinetal... (frz. La Vallée de la Seine)

Das Seinetal bezaubert durch sein besonderes Licht, das bereits Claude Monet im 19. Jahrhundert in seinen Bann zog. In Giverny kaufte er sich im Jahre 1883 ein Haus. Von der französischen Hauptstadt aus ist der kleine Ort Giverny quasi der erste normannische Ort, wenn man mit dem Finger auf der Landkarte dem Flusslauf der Seine von Paris aus folgt. Einige Flusswindungen später trifft man auf Les Andelys. Oberhalb der Stadt errichtete 1196 Richard Löwenherz in nur 18 Monaten die Burg „Château Gaillard", um sein Herzogtum gegen seinen einstigen Kreuzzugsfreund, den französischen König Philippe Auguste, zu verteidigen. Weiter flussabwärts liegt Rouen am Ufer der Seine. Von hier aus sind es noch ungefähr 120 Flusskilometer bis die Seine bei Le Havre in den Ärmelkanal mündet. Unternehmen Sie eine Reise durch verschiedene Jahrhunderte, denn die Seine ist seit jeher wirtschaftliche, kulturelle und religiöse Lebensader, die Paris mit dem Meer verbindet.

Cotentin (frz. Le Cotentin)

Die Halbinsel Cotentin im nördlichen Teil des Departments La Manche ist zu großen Teilen eine von Touristen noch wenig entdeckte Landschaft. Hier hat man die Wahl zwischen einsamen Stränden oder dem reizvollen Naturschutzgebiet (Parc Naturel Régional des Marais du Cotentin et du Bessin) südlich von Cherbourg. Die Klippen von Jobourg sind mit 128 Metern die höchsten in Europa. Weiter nördlich wird die Landschaft etwas flacher und geht in die reizvollen Strände der Westküste über. Westlich der Halbinsel Cotentin liegen die zauberhaften britisch-normannischen Inseln Jersey, Guernesey, Aurigny und Sercq sowie das zu Granville gehörende Chausey-Archipel. Die Insel Tatihou ist dem Küstenort St-Vaast-la-Hougue auf der Halbinsel Cotentin im Osten vorgelagert und ist auf jeden Fall einen Ausflug wert.

Die Wälder von Orne (frz. Les forêts de l'Orne)

Zwischen Domfront und Alençon erstreckt sich ein 25.000 Hektar großes Waldgebiet, das letzte Vorgebirge des armorikanischen Massives, das eine Höhe von bis zu 417 Metern erreicht. Heide, Eichen und Pinien zieren hier die Dörfer und Städte. Nach einer Wanderung an der frischen Luft lässt es sich wunderbar in dem Thermalkurort Bagnoles-de-l'Orne entspannen.

Le Perche

Ganz im Westen gelegen befindet sich die Landschaft Perche mit unzähligen Hügeln, Tälern und Wäldern. Von hier brachen im 17. Jahrhundert an die 300 Familien auf, um den Osten Kanadas zu besiedeln. Saftige Weiden, prächtige Herrenhäuser und Gutshäuser prägen diesen Teil der Normandie.

Le Pays d'Argentan

In der Umgebung von Argentan stößt man auf blühende Wiesen und grüne Täler. Dies ist das Land der Pferde und der Pferdegestüte. Das bekannteste von allen ist das Gestüt „Haras National du Pin", welches von Ludwig XIV im 18. Jahrhundert gegründet wurde. Wegen seiner beeindruckenden Architektur wird es auch als das „Versailles der Pferde" bezeichnet.

Le Bocage Virois

Gelegen zwischen den Wasserläufen Vire, Saint Server und Aunay sur Odon, reihen sich hier Täler und Granithügel mit grandiosen Ausblicken aneinander. Fischer, Camper und Wanderer finden hier ihr kleines Paradies.

Le Pays d'Auge

Normannische Fachwerkhäuser, lustig gefleckte Kühe, knorrige Apfelbäume: willkommen im Pays d'Auge! Im April verleihen die weißen Apfelbaumblüten diesem Landstrich einen weißen Schimmer. Und im Herbst lehnen große Säcke voller Äpfel an den Baumstämmen. Überall duftet es dann nach Most, der in großen Destillieren, aber auch auf vielen Bauernhöfen hergestellt wird. Cidre und Calvados erfreuen die Gaumen der Normannen wie auch der Reisenden.

Die Normannische Schweiz (frz. La Suisse Normande)

Die Region erhielt ihren Namen wegen des hügeligen Reliefs, mit ihren steilen Abhänge und Schluchten. Die Suisse Normande ist auch ein Land der Geschichten und Mythen. Durch die tiefen Täler schlängeln sich sanft die Orne und andere Flüsse. Die Schluchten, die steilen Felswände und die Flüsse sind besonders für Sportarten wie Wasserski, Angeln, Klettern, Kanu fahren, Wandern oder Schwimmen geeignet.