Für Geschichtsinteressierte des D-Days ist ein Besuch der Pointe du Hoc ein Muss. Die Landspitze war ein strategisch wichtiger Punkt des Atlantikwalls und Schauplatz einer der beeindruckendsten Operationen der Landung der Alliierten. Die Festung kann auch heute noch besichtigt werden und zählt seit Juli 2026 zusammen mit den Landungsstränden zum UNESCO-Welterbe.
Die Pointe du Hoc: eine Kraterlandschaft an der Steilküste
Die Pointe du Hoc ist eine Landspitze an der Steilküste der Normandie in der Nähe von Omaha Beach und Utah Beach. Sie wird von der amerikanischen Verwaltung verwaltet, ebenso wie der amerikanische Friedhof in Colleville-sur-Mer. Auf einem frei zugänglichen Gelände erklären Infotafeln auf Englisch und Französisch, was sich hier am D-Day zugetragen hat. Das Areal ist weitläufig, für den Besuch sollte man daher, gerade mit Kindern, circa 1,5 Stunden einplanen. Die Kasematten und Bunkerräume können ebenfalls besichtigt werden.
Wenn Sie die Pointe du Hoc aus einem anderen Blickwinkel entdecken und den Menschenmassen aus dem Weg gehen möchten, können Sie im Sommer eine Kajaktour auf dem Meer unternehmen. Erkundigen Sie sich beim Fremdenverkehrsamt von Isigny Omaha nach den Tagen und Uhrzeiten der Ausflüge.

Was ist an der Pointe du Hoc während des D-Days 1944 passiert?
Das Wetter am 6. Juni 1944 war alles anderes als ruhig – es stürmte. Die Landung der Alliierten – genauer gesagt der Ranger-Spezialeinheit unter Colonel Rudder – wurde so erschwert. Und ihre Aufgabe war gewaltig: die Landspitze Pointe du Hoc vom Wasser aus einzunehmen, in dem sie die 25 – 30 Meter hohe Steilküste erklettern. Oben auf dem Plateau lag eine Bunkeranlage des sogenannten „Atlantikwalls“, die mit ihren Geschützen die Landung der Alliierten an Omaha und Utah Beach bedrohte.
Mit leichten Waffen, Seilen und Leitern wagten die Soldaten den Aufstieg, wohl wissend, dass auf dem Plateau die Deutschen mit ca. 150 Mann in meterdicken Bunkern aus Beton auf sie warten. Nach circa 10 Minuten erreichten die ersten US-Amerikaner die Anhöhen der Klippen und wenige Zeit später war die Anlage eingenommen, allerdings unter hohen Verlusten. Von den 225 Ranger-Soldaten wurden 135 verwundet oder starben. Nur 90 Soldaten konnten die Befreiung der Normandie fortsetzen.
Praktische Informationen
14450 CRICQUEVILLE-EN-BESSIN
Meine Reiseroute
Freier Eintritt
Voraussichtliche Dauer der Besichtigung: 1h30