Ähnlich wie die „schönsten Dörfer Frankreichs“ zeichnet das Label „Kleine Städte mit Charakter“ („Petites Cités de Caractère) seit den 1970ern Städte und Dörfer in Frankreich aus, die durch ihre herausragende Architektur und ihr Kulturerbe auffallen. Einst religiöse oder wirtschaftliche Zentren im Mittelalter, überzeugen die „kleinen Städte mit Charakter“ heute mit einer bezaubernden Atmosphäre und erzählen Ihnen Ihre Geschichten bei einem Spaziergang oder Stadtbummel.

Touques

Lange bevor Deauville und Trouville in Mode kamen, war das Städtchen Touques mit seinem Hafen ein wirtschaftliches Zentrum des Mittelalters. Aus dieser Zeit finden Sie heute noch die romanische Kirche Saint Pierre aus dem 11. Jahrhundert und die Markthallen aus dem 15. Jahrhundert.

Bellême

Auf einem Felsvorsprung thront das kleine Städtchen Bellême. Das mittelalterliche Stadttor aus dem 15. Jahrhundert und edle Häuserfassaden aus dem 17. und 18. Jahrhundert sind das Markenzeichen dieses kleinen Charakter-Städtchens der Normandie. In der Umgebung lädt der Wald von Bellême mit seinen hundertjährigen Eichen und dem Unterholz zu wunderschönen Wanderungen ein und ist ein Paradies für Pilzsammler.

Domfront

Domfront
Domfront © Stéphane Maurice

Über Jahrhunderte hat sich Domfront seinen mittelalterlichen Charakter bewahrt: gedrungene, schiefe Fachwerkhäuser, enge gepflasterte Gassen und Verteidigungstürme verbinden sich zu einem malerischen Ensemble wie zu Zeiten Richard Löwenherz. Zu den Sehenswürdigkeiten von Domfront gehören außerdem die Überreste der Burg und die Kirche Notre-Dame-sur-l’Eau, ein entzückendes Beispiel normannischer Romanik. Für Aktivurlauber interessant: In Domfront kreuzen sich die Véloscénie und die Vélofrancette.

Écouché

Die einst befestigte Stadt Écouché war für viele Pilger im Mittelalter eine wichtige Etappe auf ihrem Weg zum Mont Saint-Michel. Obwohl Écouché während der Schlacht um die Normandie im Sommer 1944 getroffen wurde, so sehen Sie in den kleinen Straßen um die gotische Kirche wunderschöne Häuser mit Türmchen.

Sées

Sées war zuerst eine römische Befestigung, ab dem 9. Jahrhundert dann ein Bischofssitz. Zu dieser Zeit fielen die Wikinger mehrmals in Sées ein. Das wiederaufgebaute Sées bestand im 10. Jahrhundert aus 3 einzelnen Städtchen. Während des 2. Weltkrieges war Sées eine Krankenhaus-Stadt und wurde durch die Bombardierungen verschont. Die Kathedrale, ein Meisterwerk normannischer Gotik thront über der Altstadt und den mittelalterlichen Vierteln.

La Perrière

La Perrière
La Perrière © Ben Collier

La Perrière liegt im Naturpark Perche auf einem Felsvorsprung und ist als „site naturel“ (Natur-Ort) ausgezeichnet. La Perrière war bis 1870 ein Zentrum normannischer Stickerei. Die kleinen Straßen und Häuser aus dem 16. und 17. Jahrhundert zeugen von dieser reichen Vergangenheit. Heute lässt es sich in La Perrière wunderbar schlendern und nach Antiquitäten und Einzelstücken suchen.

Le Sap

Die kleine Stadt Le Sap hat sich bereits Ende des 11. Jahrhunderts um die imposante Befestigung Fort Montpellier gebildet, deren Überreste Sie heute noch in Le Sap bestaunen. Hier treffen das Pays d’Auge und das Pays d’Ouche, zwei malerische Regionen im Inland der Normandie, aufeinander. Rote Ziegelsteine und Fachwerk sind typisch für die Fassaden in Le Sap. Die Architektur reicht vom Mittelalter bis zum 19. Jahrhundert.

Mortagne-au-Perche

Couple dans les ruelles de Mortagne-au-Perche
Mortagne-au-Perche © Teddy Verneuil

Mortagne-au-Perche ist die Hauptstadt der „Boudin noir“, der Blutwurst, und der Wochenmarkt ein Treffpunkt für die Menschen aus der Region. Die Altstadt überzeugt mit gold-gelben Fassaden, den hübschen Stadtmauern und Pflasterstraßen. Hübsche Häuser, geheime Gärten und die Porte Saint-Denis, die Krypta Saint-André und der Kreuzgang der Kapelle Saint-François gehören zu den Sehenswürdigkeiten von Mortagne-au-Perche. Außerdem ist Mortagne-au-Perche ein Geheimtipp für all diejenigen, die auf der Suche nach Mitbringseln und Schmückstücken aus der Normandie sind.

Longny-au-Perche

Die Ursprünge von Logny-au-Perche gehen bis ins 11. Jahrhundert zurück. Die Metallindustrie und der Handel verhalfen Logny-au-Perche zu Wohlstand. Die Kirchturmspitze und die Kapelle von Logny-au-Perche sind ein echtes Schmuckstück der Renaissance. Die Architektur ist außerdem typisch für den Perche und auch hier finden Sie hübsche Fachwerkhäuser.

Saint-Céneri-le-Gérei

Saint-Céneri-le-Gérei
Saint-Céneri-le-Gérei, eines der schönsten Dörfer Frankreichs im Süden der Normandie © Teddy Verneuil

Saint-Cénéri-le-Gérei ist nicht nur ein kleines Städtchen mit Charakter, es gehört sogar zu den schönsten Dörfern Frankreichs! In den sogenannten „Alpen von Le Mans“ liegt das hübsche Städtchen. Sein Wahrzeichen ist seine Brücke über den Fluss, die hübschen Wohnhäuser aus warmen Sandstein, die romanische Kirche mit wunderschönen Fresken aus dem 12. und 14. Jahrhundert und die gotische Kapelle Petit Saint-Céneri, die Künstler wie Corot oder Courbet inspiriert hat. Spazieren Sie durch Saint-Céneri-le-Gérei und genießen Sie Ihren Urlaub in der Normandie!

Saint-Pair-sur-Mer

Das kleine Seebad Saint-Pair-sur-Mer ist eine der ältesten Städte der Bucht des Mont Saint-Michel. Im 10. Jahrhundert siedelten sich hier die Wikinger an, später wurde das Städtchen von den Mönchen des Mont Saint-Michel verwaltet. Saint-Pair-sur-Mer wächst, wird dann allerdings von Granville im 15. Jahrhundert eingeholt und vom Thron gestoßen. Im 19. Jahrhundert entdecken die Sommerfrischler das hübsche Seebad neu.

Bricquebec-en-Cotentin

Wie so viele Orte der Normandie ist auch Bricquebec-en-Cotentin mit der Ankunft der Wikinger in der Normandie entstanden. Das Städtchen wird vor allem im 15. Jahrhundert ein bedeutendes Wirtschaftszentrum. Das Schloss (11.-15. Jahrhundert) mit seinem Zwinger und der riesigen romanischen Ratsherrenhalle sind Zeugen dieser großen Vergangenheit.


Die UNESCO Sehenswürdigkeiten der Normandie

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Moderne Architektur und Design in der Normandie

Moderne Architektur und Design in der Normandie

Die schönsten Leuchttürme der Normandie

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